![]() |
|
|
Gulf of Riga Törnbeschreibungen im Seesack.Net |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Segeln im Meerbusen von Riga, Sommertörn 2005Crewliste
|
19.07 bis 20.07.2005 Anreise Riga
Anreise Riga mit der Fähre "Vilnius" von Lübeck-Lehmannkai 2: - morgens um 9.00 Uhr eingecheckt, gewartet bis 11.30 Uhr in der Passagierhalle, auf den letzten Drücker mit dem Shuttlebus auf die Fähre gebracht worden (verzweifeltes Warten), - plüschige Doppelkojen (jeweils 1 Dusche, 1 WC für 2 Kabinen), - prima Verpflegung (3x warmes Essen), sehr gute frische Salate, Fisch und Fleisch, - netter, zuvorkommender, hilfsbereiter Chefsteward, - Sonne satt und achterlichen Wind, sehr angenehme Überfahrt Donnerstag, den 21.07.2005 in Riga
Die lettische Hansestadt Riga und heutige Hauptstadt Lettlands wurde von Bremer Kaufleuten gegründet. Für deutsche Ritter war das befestigte Bollwerk der Ausgangspunkt für die Eroberung des Baltikums.Baustile verschiedener Zeiten bestimmen das Stadtbild, hier findet man mittelalterliche Hansespeicher ebenso wie den sozialistischen Betonklotz. Besonders der Jugendstil hatte es den Einwohnern von Riga angetan. Um die Jahrhundertwende wurden ganze Stadtviertel in diesem Baustil erbaut. Durch die verschiedenen fremden Einflüsse entstand eine Mischkultur aus lettischen, deutschen, russischen und polnischen Elementen.
Nachts um 24.00 Uhr Fähre fest, kurze Taxifahrt zum Yachthafen Andrejosta (ca. 10km für 8 Latts), Anlage mit Schwimmstegen, Yachtclub mit Dusche, Sauna und WC.Empfang durch die vorherige Crew mit Skipper Jonny, anschließend Schiffsübergabe und Erfahrungsaustausch bis zur Abfahrt unserer Vorgängercrew. Ein wenig geschlafen, gefrühstückt, dann Vorräte gebunkert. Nachmittags Landgang mit Besichtigung der Altstadt, Abendessen im Restaurant "1763". Spätnachmittags Regen und wenig Wind. Freitag, den 22.07.2005, von Riga nach Salacgriva
10.00 Uhr Leinen los. Unter Motor die Daugava abwärts. 12.00 Uhr Großsegel und Blister gesetzt. Kurs 15°, Wind SE 7m/sek abnehmend. 15.45 Wind 10m/sek in Böen mehr; Blister geborgen und Genua gesetzt. 19.50 an Ansteuerungstonne, Segel geborgen, 20.10 fest in Salacgriva (53,1Sm). Hafenmeister und Emigration äußerst freundlich. Wir werden belehrt, daß bei der Ausreise aus Lettland unbedingt ausklariert werden muß; bei Abreise innerhalb Lettlands ist das nicht mehr erforderlich.Neuer Schwimmsteg mit Moorings,Strom und Wasser, Hafengebäude mit einer (sauberen) Dusche und WC. Im Ort mehrere Supermärkte, Telefon und 2 Restaurants lt. Ortsbeschreibung. Drittes Restaurant an der Hauptstraße mit rustikalen Fischerkatenoutfit gefunden; Food war nicht ganz so toll. Samstag, den 23.07.2005 Hafentag in Salacgriva. (Angesagt SW 7-8, Sturmwarnung)
Der Name Salacgriva beschreibt exact seine Lage - die Stadt im Norden Lettlands liegt an der Mündung des Flusses Salaca. Salacgriva hat ca. 6000 Einwohner, die zu über 90% Letten sind. Der Reichtum Salacgrivas ist zweifellos der Fluß Salaca, der hier in die Ostsee fließt. Als einer der saubersten und malerischten Flüsse Lettlands, ist er eine sowohl für Wassersportler als auch für Angler beliebte Attraktion. Die Salaca ist der lachsreichste Fluß Lettlands und das Salacatal ist als Nationalpark ausgewiesen. Sonntag, den 24.07.2005, von Salacgriva nach Ruhnu
13.20 Ablegen, 13.50 Segel gesetzt (Genua und Groß gerefft) SW 5-6. Welle 1 - 1,5m. stark bewölkt, alles abnehmend. 16.00 Groß und Genua ausgerefft. SSW 4-5. 17.15 Blister gesetzt, SSW 3, aufgelockerte Bewölkung.. 18.40 Blister geborgen. Genua gesetzt, SSW 4, Verdichtung der Bewölkung. 19.45 Segel geborgen. 20.30 fest in
Ruhnu, 35,7 Sm. Liegen im Päckchen an der Pier. Neuer Yachtclub mit Dusche, Sauna und WC. Der Hafen befindet sich im Ausbau. Leider wurde der Baggerschlamm auf die einzige, vom Hafen wegführende Straße gespült, sodaß ein ein Ausflug auf die Insel für uns nicht möglich war. Ruhnu (schwedisch Runö) ist eine kleine Insel im Rigaischen Meerbusen, die politisch zu Estland gehört. Auch Lettland erhebt Ansprüche auf die Insel. Die Insel ist nur 11,4 km² groß. Es gibt ein kleines Dorf, dessen Holzkirche 1644 errichtet wurde. Heute leben auf Ruhnu etwa 60 Esten. Ihr Bleiben wird vom estnischen Staat subventioniert, um etwaigen lettischen Gebietsansprüchen (auch Fischereirechte) die Grundlage zu entziehen. Im Sommer gibt es eine regelmäßige Fährverbindung nach Kuressaare. Zudem hat Ruhnu einen kleinen Flugplatz. Die Fluggesellschaft Air Livonia fliegt von dort wöchentlich nach Pärnu und Kuressaare. Montag, den 25.07.2005, von Ruhnu nach Kuressaare
11.20. Ablegen, SSW 3-4. 11.35 Genua gesetzt, 11.50 Groß gesetzt. Wind abschwächend, westdrehend.14.35 Wind W 1, Motor an, Genua geborgen. 15.35 Motor aus, Genua gesetzt, 16.30 Maschine an, Genua geborgen. Die Anfahrt führt über eine 2270m lange und 30m breite Fahrrinne mit einer garantierten Tiefe von 2,5m. 20.10 fest in Kuressare, 41,2 SM.Der Yachthafen liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt und direkt an der Bischofsburg mit Stadtpark und Badestrand. Neue Hafenanlage mit Schwimmstegen und Mooringbojen. Erstklassiger Yachtclub mit Dusche, WC, Sauna und W-LAN. Dienstag, den 26.05.2005, Hafentag in Kuressaare
Kuressaare (deutsch Arensburg) ist eine Stadt auf der estnischen Insel Saaremaa (deutsch Ösel).
Die Stadt bildete sich um eine Bischofsburg, die 1381 erstmals erwähnt wurde. 1990 war Kuressaare die erste Stadt Estlands, die das Recht zur kommunalen Selbstverwaltung wiedererlangte.
Die Bischofsburg von Kuressaare ist die wohl besterhaltene mittelalterliche Burg im Baltikum. Heute beherbergt sie ein Museum zur Inselgeschichte. Das Stadtbild wird von prächtigen Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert bestimmt, darunter viele Holzvillen. Mittwoch, den 27.07.2005 und Donnerstag, den 28.07.05, von Kuressaare nach Ventspils
08.30 Leinen los. 09.10 passieren Ansteuerung. Groß und Genua mit Reff gesetzt. Stark bewölkt, SW 5-6, See 1,5m - in Spitzen 2 bis 2,5m. 28.07.05. 02.00 Ansteuerung Ventspils. Hafeneinfahrt durch rotes Richtfeuer schon von Weitem gut zu erkennen. 03.00 fest mit Heckanker, 92,0 Sm). (Moorings leider nicht an allen Plätzen, aber trotz der späten Stunde Einweisung durch den Hafenmeister.)
Yachtclub mit Dusche, WC, Sauna und kleinem Restaurant mit hervorragenden Speisen zu günstigsten Preisen.Nach Liepaja ist Ventspils (Windau) die drittgrößte Hafenstadt des Landes. Die Lage an der Venta führte schon im 13.Jahrhundert zum Bau einer Ordensburg. Einer der größten Flüsse Lettlands, die Venta (346 km), mündet in Ventspil in die Ostsee. Der Hafen von Ventspils ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte für den Handel zwischen den Baltischen Staaten, Skandinavien, West-Europa und Russland, er ist eisfrei und wichtigster Umschlagsort für russisches Öl an der Ostsee. Donnerstag, den 28.05.2005, in Ventspils
Nach der anstrengenden Fahrt war jetzt erstmal Ausschlafen angesagt. Anschließend gab es einen kräftigen Brunch mit den in Kuressaare gekauften Pfifferlingen, Bratkartoffeln und Rührei. Anschließend war Baden, Stadtbummel oder Weiterschlafen angesagt.Auffällig im Stadtbild sind die vielen, neu gepflasterten Straßen und Bürgersteige, die vielen mit Liebe gepflegten Grünanlagen und Kinderspielplätze. Weniger schön sind die vielen Wohnklos aus der sowjetischen Verwaltungszeit und die oft schon sehr baufällige Substanz aus früheren Zeiten. Abends im Restaurant des Yachtclubs hervorragende Lachsgerichte gegessen, das war das Beste, was wir auf diesem Törn bekommen haben. Freitag, den 29.07.2005, Übergabe, Badetag und Heimreise
Morgens um 07.00 Uhr stand unsere Ablösecrew an der Pier und war überrascht, daß der Tisch für ein gemeinsames Frühstück schon gedeckt war. Wir hatten die Taschen gepackt und waren bereit, das Schiff nach der Übergabe zu verlassen. Um so froher waren wir, als wir erfuhren, daß unsere Ablöser erst am nächsten Tag auslaufen wollten und unser Gepäck bis zur Abfahrt unserer Fähre noch an Bord bleiben konnte. So stand für uns bei strahlendem Sonnenschein noch ein Superbadetag an.Der Strand von Ventspils ist ein besonderes Highlight: Sauber, weil täglich gepflegt, mit malerischer Dünenlandschaft und immer menschenleerer, je weiter man sich vom Zugang, der sich übrigens in direkter Nachbarschaft zum Yachthafen befindet, entfernt. Abends im Yachthafenrestaurant aßen wir alle gemeinsam Grillspieße, die wie erwartet, auch hervorragend waren. Anschließend ging es mit der Taxe zur Fähre und dann nach Hause. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mehr Bilder von Riga | Mehr Bilder von Salacgriva | Mehr Bilder von Kuressaare | Mehr Bilder von Ventspils |
| [ Törns ] | [ Knoten ] | [ Navigation ] | [ He lücht ] | [ Börse ] | [ Sail&Mail ] | [ Shop ] | [ Service ] |
© Diese Seite ist Bestandteil der URL Seesack.Net