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Türkische Südwestküste Törnbeschreibungen im Seesack.Net |
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Segeln an der türkischen Südwestküste, Frühjahrstörn 2005Crewliste
TörnplanDer diesjährige Törn wird am 21.05. in Mamaris starten und 1 Woche dauern.Samstag, den 21.05.2005
Planmäßiger Flug von Hannover nach Dalaman. Start 03.45. Landung 08.15.Am Flughafenausgang war niemand bereit uns die Abfahrt des planmäßigen Busses zu verraten bzw. einen Kleinbus zu besorgen, sodaß wir 120 € für die Weiterfahrt nach Mamaris mit 2Taxen investieren mußten. Ankunft 11.15. Das Schiff, eine Sun Odyssey 43, Bj.2000 ist in Top Zustand. Charter Firma: Sun Charter, das kann ruhig einmal gesagt werden! Keine Probleme bei der Übernahme.Wetter: Strahlender Sonnenschein, 1012 hPa. Nach einem Mittagsimbiß in dem vorzüglichem Restaurant direkt gegenüber unseres Bootsstegs, Proviantübernahme und erste Eingewöhnung auf dem Schiff.
Gegen 17.30 hat es dann die ganze Crew zu einem Mittagsschlaf hingerissen.Nach ausgiebiger Körperpflege in den Duschanlagen der Marina wurde dann der Landgang eingeleitet. Nachdem die Hafenmole trotz pausenloser Anmache der Restaurantaquisiteure zumindest in einer Richtung bis zum Ende inspiziert war, haben wir uns auf dem Rückweg für ein gutbesetztes Restaurant entschieden, welches völlig ohne Anmache der Passanten auskam. Das war die die offensichtlicht die richtige Wahl: Wir haben ausgesprochen gut zu einem angemessenem Preis gespeist. Sonntag, den 22.05.2005, von Mamaris nach Bozuk Bübü
23°C, 1015 hPa, leicht bewölkt. 11.00 Auslaufen Mamaris. 12.00 Segel gesetzt. 2 Bft aus Süd. Kreuzen zum Tagesziel Bozuk Bübü. 13.00 3-4 Bft, Fahrt 7,2kn. 14.00 4-5 Bft ,Reff 1 gesetzt, 16.00 5-6 Bft Reff 2 gesetzt. 18.00 Motor an und direkter Kurs zum Tagesziel. 18.30 Einlaufen Bucht von
Bozuk Bübü (Bozukale). Wir steuern gleich nach dem Einlaufen in die Bucht nach Westen in eine kleine Nebenbucht unterhalb der die Einfahrt der Bucht überwachenden Zitadelle. Hier finden wir ein exotisches Restaurant mit eigner Pier. Freundlichste Einweisung zum Liegeplatz und Anreichen der Mooringleine durch den Restaurantbesitzer. 19.00 fest , 39 Sm.Fazit des ersten Segeltages: Hervorragender Zustand des Charterschiffes. Alle elektronischen und mechanische Hilsmittel funktionieren. Außerdem entsteht immer wieder Freude an den durchdachten Hilfseinrichtungen des Vercharterers - man sieht: Mit Liebe gemacht! Besondere Ausrüstung: Kartenplotter, fest montierter, einklappbarer Landgangssteg, wassergekühlter, 220V Kühlschrank mit automatisch schaltendem 12V Konverter (noch nie war die Kühlung so gut!), und last but not least, Leinen bezogene Kissen für das Cockpit. Nach Anleger und Duschen mit Bordmitteln wurden die kulinarischen Erwartungen an das Küstenrestaurant leider nicht erfüllt. Absacker an Bord eingenommen. Montag, den 23.05.2005, von Bozuk Bübü nach Keci Bükü
23°C, 1017 hPa, leicht bewölkt. 11.00 Auslaufen Bozuk Bübü. 11.40 Segel mit Reff gesetzt, 5 Bft. 12.10 Abflauen auf 3 Bft, Segel ausgerefft. Kurs 260° auf Südspitze Symi. Wind dreht von Südwest auf Nordwest, wenig konstant, Windstärke ständig wechselnd, 2 - 4 Bft. Über Yesilova Körfezi in die Bucht Hisarönü Körfezi und in die Marti Marina von
Keci Bükü. Traumhaftes Segeln vor malerischer Küste mit unzähligen, abgeschieden Buchten.17.50 fest, 23SmHeute stellt Heinrich zum ersten Mal seine Kochkünste unter Beweis. Es gab Bratkartoffel, Zwiebel und Steak vom Roastbeef, dazu Salat aus Tomaten, Paprika und Zwiebeln. Einstimmige Meinung, das war Spitze! Die Marti Marina bietet alle Versorgungsmöglichkeiten, wie Wasser; Strom und Treibstoff, als auch ausreichende Lebensmittelversorgung. Sonst ist es hier eher ruhig, wie auch im Hafenhandbuch beschrieben. Wir nutzen das zu einem gemütlichen Abend im Cockpit, und genießen die Natur und den hiesigen Rotwein, an dem nicht gegeizt wurde. Dienstag, den 24.05.2005, von Keci Bükü nach Symi Keci Bükü nach Symi
Frühstück unter Pinien im Club Mistral. Traumhafte Anlage mit Swimmimng Pool und Badeplattform am Meer.26°C, 1014 hPa, leicht bewölkt. 11.20 Auslaufen KB. 11.40 Segel gesetzt 3-4 Bft. aus West. 13.00 4-5 Bft aus West, 14.00 5-6Bft aus West, Segel gerefft. 15.20 Segel geborgen. 15.50 fest in Symi. 22.2 Sm Liegeplatz direkt an der Hafenpromenade. Einklarierung in Griechenland wider Erwarten völlig problemlos. Ab 16.30 wird es langsam hektisch im Hafen, da immer mehr türkische Großsegler mit zahlenden Touristen eine Bleibe für die Nacht suchen. Auch normale Sportsegler möchten noch möglichst nahe am Geschehen einen Liegeplatz für die Nacht. Der Hafen von Symi ist nur nach Nordosten offen, ansonsten aber nach allen Seiten von hohen Bergen geschützt. Dementsprechend heiß und drückend ist es jetzt am späten Nachmittag. Ab 20.00 ist es soweit abgekühlt, daß wir einen Spaziergang durch malelerischen Gassen von Symi unternehmen können. Es ist schon überraschend, für wieviele Parallelgassen trotz der sofort steil ansteigenden Berghänge Platz gefunden wurde. Die These, daß in dem Restaurant wo die meisten Gäste sind das Essen auch am besten ist, hat sich zum Abendessen mal wieder nicht bewahrheitet. Also Schwamm drüber. Mittwoch, den 25.05.2005, Symi nach Limin Mandraki
26°C, 1012 hPa, leicht bewölkt. 10.40 Auslaufen Symi, Wind 0-1 Bft aus Südost trotz eindringlichstem Apell an Rasmus, sich doch etwas besseres einfallen zu lassen. 11.50 1-2 Bft, Segel gesetzt. Wind dreht langsam auf West. 14.00 Wind ist wieder eingeschlafen . Motor wieder an. 14.45 Blick auf den Teutonengrill an der Nordwestspitze von Rodos. Der Wunsch auf eine Verlängerungswoche am Strand von Mandraki kommt nicht auf.
15.15 fest in
Limin Mandraki. 23 Sm Im Hafen ist es schwül und heiß, sodaß wir uns in den Schatten zu einer Siesta zurückziehen. Gegen 20.00 gehts es dann zunächst mit einem ausgiebigen Spaziergang entlang der am Hafen liegenden Sehenswürdigkeiten auf Sightseeing Tour. Später finden wir im Basarviertel von Mandraki eine Taverne, die uns reichlich mit Gegrilltem (Lamm, Schwein und Geflügel) und Rotem vom Faß versorgt. Unter einem ausladenden Benjaminbaum genießen wir bis in den späten Abend. Donnerstag, den 26.05.2005, Limin Mandraki nach Serce Liman
24°C, 1013 hPa, wolkig bis bewölkt. 11.40 Auslaufen Mandraki, Wind 0 Bft. Kleine Sightseeing Tour vor Mandraki, dann Kurs auf Serce Liman. 14.10 fest an Boje und Fels im Norden der Bucht
Serce Liman.12.9SmDie Bojen gehören zu der Taverne am nördlichsten Ende der Bucht und werden in der Hoffnung angeboten,daß man sich dem späteren Verzehr in der Taverne nicht verweigert. Da wir von Anfang an geplant hatten unsere restlichen Steaks zu verarbeiten, haben wir uns den Gehilfen des Tavernenbesitzers mit einem kleinem Obulus freundlich gestimmt. Wenn schon kein Wind, dann Badetag! Traumhafte Enscheidung bei 21°C Wassertemperatur und glasklarem Wasser in der nach allen Seiten von Bergen eingefassteen Bucht. Laut Hafenhandbuch nicht immer frei von Fallböen aus allen möglichen Richtungen. Deshalb ist auf gute Sicherung zu achten. Abends, nach dem Heinrich wieder unter Beweis gestellt hatte, daß er ausgezeichnet mit den Rindfleischlappen umgehen kann, haben wir noch lange an Deck gesessen und die Natur um uns herum genossen. Freitag, den 27.05.2005, Serce Liman nach Mamaris
25°C, 1013 hPa, leicht bewölkt. 10.20 Auslaufen Serce Liman, Wind 2-0 Bft aus Süd. Wir haben beschlossen, uns die Bucht von Bozuk Bübü noch einmal näher anzusehen, bevor wir Kurs auf Mamaris nehmen. Insgesamt gibt es dort 4 Restaurants mit eigener Pier und nachdem wir nahe genug heran waren, hat Dieter auch endlich das Restaurant wieder erkannt, in dem er vor Jahren schon einmal war, und in welches er uns eigentlich am ersten Tag dieser Reise führen wollte. Wir sind aber froh, daß wir uns gestern für Serce Liman entschieden haben, denn dort ist es sehr viel schöner und romantischer. Leider hat Rasmus unser Flehen nach Wind heute wieder ignoriert, und da wir das Schiff heute pünktlich um 16.00 abzugeben haben, müssen wir den Flautenschieber zu Hilfe nehmen.
16.25 vor Tankstelle, 17.00 fest an
Suncharter Steg.Abnahme des Schiffes erfolgt profihaft, aber fast unmerkbar. Kein großes Gerede, aber Ausrollen der Segel, Abtauchen des Schiffes, Checken von Motor und Bilge durch die Crew des Vercharterers. Kein lästiges Zählen von Bestecken oder Ähnlichem. Abends geht noch einmal auf die Hafenpromenade und Restaurantmeile. Das aufdringliche Werben der Restaurantbelegschaften um die Gäste ist schon lästig. Da der Abend besonders milde ist, entscheiden wir uns für ein Restaurant mit Dachterasse und genießen zu unserem Essen noch den Blick auf den Gesamten Hafen von Mamaris. Später machen wir noch einen Bummel durch die Back Street, das Diskothekenviertel. Hier wird Lärm bis in den frühen Morgen erzeugt. Das heißt, wer im Hafen von Mamaris eine ausgedehnte Nachtruhe braucht, der muß schon reichlich Ohropax dabei haben. Selbst ein totaler Stromausfall wie an diesem Abend sorgt nicht für Ruhe. Da dies offensichtlich häufiger passiert, haben sich die größeren Betriebe schon mit Notstromaggregaten ausgerüstet. Samstag, den 28.05.2005, Abreise
Wir müssen das Schiff schon um 08.30 abgeben, das heißt zum Ausschlafen bleibt nicht allzu viel Zeit. Wir frühstücken an Land und machen anschließend einen ausgiebigen Bummel durch den Basar von Mamaris. Wie schon auf der Restaurantmeile ist auch hier die Anmache der Verkäufer auf die Dauer lästig. Irgendwann verteibt es uns und wir setzen uns auf die Promenade zu einer kühlen Erfrischung und amüsieren uns zu welchen aüßerlichen Verunstaltungen die die hier in Massen auftretenden englischen Touristen fähig sind.Um 16.30 fährt uns ein Bus (natürlich perfekt organisiert von Suncharter) zum Flughafen und schon gehört eine schöne Segelwoche der Vergangenheit an. |
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