![]() |
|
|
Lutzelbourg - Nancy Törnbeschreibungen im Seesack.Net |
||||||||||||||||||||
Fahrt auf dem Rhein-Marne-Kanal 2001.Crewliste
19.05:Ankunft in Lutzelbourg
Wir haben mit 2 Ehepaaren und einem Kind eine Penichette 1120 gechartert. Das hat sich im Laufe unserer Reise als ideal bestätigt, da im Schlaf- und Sanitärbereich im Vorderschiff für jede Familie ein absolut getrennter Bereich vorgesehen ist. Ein über der Doppekoje der Elterrn eingehängtes Zusatzbett für die achtjährige Tochter erspart uns das Umbauen des achteren Wohnbereiches für die Nacht.Zwischen 16.00 und 18.00 Uhr Ubernahme des Schiffes, Erledigung der Formalitäten und technische Einweisung. Lutzelbourg ist ein charmantes Dörfchen mit Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Eine Burgruine aus dem 12. Jh. unterstreicht die Ursprünglichkeit des Ortes.Die Männer testen die gemieteten Fahrräder und tätigen die letzten Einkäufe. Es ist ein traumhaft warmer Frühlingsabend, den wir dazu nutzen im nahegelgenen Biergarten des Schleusenrestaurants zu Abend zu essen. 20.05: Lutzelbourg / Gondrexange(28 km / 3 Schleusen + Schiffshebewerk / 6 Std.)
Urlaub bedeutet ausschlafen und ausgiebig frühstücken! Danach heißt es "Leinen los" und schon geht es mit 2000Upm und ca. 8km/h auf die erste Schleuse zu. Das Schleusen ist ein Kinderspiel. Mit der Fernbedienung wird ca. 500m vor der Schleuseneinfahrt über einen Anforderungsmast die Schleusung angefordert; der Rest geht automatisch. Wasserstand und Torstellung werden, wenn nicht zufällig schon richtig, auf die gewünschte Fahrtrichtung eingestellt. Nach der Einfahrt und Ausbringung der Schleusenleinen wird über ein gut erreichbares Gestänge die Schleusung ausgelöst. Der Rest geht wieder automatisch.Nach der dritten Schleuse beginnt das spektakulärste Ereignis unserer Reise, als wir das Schiffshebewerk von Saint-Louis-Arzviller befahren, dessen Architektur einzigartig in Europa ist. Der Aufzug bewältigt auf seinen 109 Metern Länge eine Steigung von 41 % bei einer Fahrtzeit von 25 Minuten. Anschließend folgt die nächste Attraktion: Die Fahrt durch zwei Tunnel, 2306m und 475m lang. Hier herrscht ampelgesteuerter Einbahnverkehr. In Niderviller ist die Tonwarenfabrik sehenswert. Sarrebourg besitzt Europas größtes Farbiges Glasfenster von Marc Chagall in der Chapelle des Cordeliers. In Gondrexange gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, sowie eine Talsperre, die auch für verschiedene Freizeitaktivitäten genutzt wird. Bei einem herrlichen Sonnenuntergang (s. Foto ganz oben) sitzen wir abends an der Kanalböschung und schwelgen in unserem Selbstgegrillten. 21.05: Gondrexange / Einville(39 km /14 Schleusen 6Std. 30min)
Gleich hinter Gondrexange zweigt der Saar-Kohle-Kanal nach Norden ab. Hier hätte man über Saar, Mosel und Rhein Anschluß bis an die Nordsee.
Später fahren wir auf der Talsperre bis zur großen Schleuse von Rechicourt, deren Höhenunterschied 16 Meter ausmacht, jedoch wie jede andere Schleuse handzuhaben ist. Trotzdem, der Blick nach oben nach 16m Talfahrt ist schon beklemmend. Hat sich das Schleusentor erstmal geöffnet, ist die Welt sofort wieder in Ordnung.Auf dem Weg nach Einville begegnen wir Weilern und Dörfern, wie Port-St-Marie, Moussey, Lagarde, Xures, Parroy und Bauzemont. Einige der Gemeinden bieten Treibstoff, Gas und Wasser. Andere bestehen nur aus einem Kaufladen, einer Bar und einigen Häusern. Auf jeden Fall sind die Orte eine Rast wert. In Einville sind erstmal die Fahrräder gefragt, da der Ort doch etwas größer ist, und in Bezug auf Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten werden muß. Mit dem Einkaufen ist es dann doch nichts geworden, da in Einville (oder in ganz Elsaß-Lothringen?) am Montagnachmittag die Geschäfte geschlossen sind. Dafür finden wir aber in der Nähe des Hafens ein kleines, gemütliches Restaurant für das Abendessen. 22.05: Einville / Nancy(27 km / 9 Schleusen / 5 Std. 30)
Auf der Strecke von Einville nach Nancy, nach Schleuse 22, durchschippern wir zunächst lt. Prospekt ein seltenes, aber sehr interessantes Industriegebiet. Das Solvay Soda-Werk hat hier seine selten häßliche Produktionsstätte.Etwas weiter, in St-Nicholas-de-Port befindet sich eine großartige gotische Basilika aus dem 15. Jh., die Landschaft lädt ein zu einem Spaziergang oder einer Radtour. In Laneuveville gibt es einige Einkaufsmöglichkeiten. In Nancy gibt es einen schönen Liegehafen, nahe der Innenstadt, in der viele Sehenswürdigkeiten bestaunt werden wollen. Neben dem Place Stanislas, einem der schönsten Plätze Frankreichs, mit seinen klassizistischen Gebäuden und Verzierungen, und dem Museum der Art Nouveau , hat Nancy ebenso kulinarische Hochgenüsse zu bieten. 23.05: Nancy / Crevic(19 km / 7 Schleusen / 4 Std)
Von nun an geht's nicht bergab, aber leider schon wieder zurück.
Nach der Industriezone von Dombasle gelangen wir zu einem netten Dörfchen namens Crevic. Es ist ein sehr sympathisches Dorf und lädt uns zum Übernachten ein. Wir machen eine Radtour durch den Wald von Crevic auf der anderen Seite des Kanalufers. Traumhaft ist schon wieder das Wetter, wie schon die ganze Reise. Wir fahren noch nach Maixe,das nächste Dorf, zum Einkaufen und essen heute an Bord. Die Einbauküche will schließlich einmal genutzt werden, und der Rotwein läßt sich am besten genießen, wenn man an einem lauen Abend an Deck sitzen kann, und der Weg zur Koje nur noch wenige Schritte erfordert. 24.05: Crevic / Foret de Rechicourt(43 km /15 Schleusen / 7 Std.)
Der gestrige Abend hat uns so gut gefallen, daß wir beschließen, an unserem letzten Abend nochmal Natur pur zu genießen. Wir wollen bis zum Stausee von Gondrexange und den Abend am Wasser verbringen. Das eine ganz schön lange Etappe und wir müssen uns sputen. Am Nachmittag kommt noch einmal die 16m Schleuse von Rechicourt und dann ist es auch schon fast geschafft.
Wir suchen uns einen Platz mitten in der Natur zum Festmachen, und genießen etwas später einen tollen Grillabend am Wasser. 25.05: Foret de Rechicourt / Lutzelbourg(32km /2 Schleusen / 4 Std. 45)
Sie fahren nun durch eine wunderschöne Landschaft mit herrlichen Wäldern und Seen. Die Fahrt durch die Tunnel bei Niderville und die anschließende Fahrt mit dem Schrägaufzug sind noch genauso aufregend wie auf der Hinfahrt. Das einzige was die Stimmung ein bißchen trübt, ist die Tatsache, daß unsere Urlaubswoche auf dem Rhein-Marne-Kanal nun ihrem Ende zugeht.Die Anfahrt nach Lutzelbourg ist noch einmal besonders schön, und auch der Ort Lutzelbourg zum Abschluß unserer Reise ist ein echtes Highlight an Idylle und besonderer Atmosphäre. Wir freuen uns schon auf unser Abendessen im Biergarten und den Abschließenden Abendspaziergang. 26.05: in LutzelbourgAbgabe des Schiffes zwischen 8.00 und 9.00 Uhr. |
|||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||