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Kl. Belt Törnbeschreibungen im Seesack.Net |
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Kl. Belt, Spätsommertörn 2008Crewliste
TörnplanDer Törn ist geplant vom 06. bis 14. September 2008 und wird in Middelfart beginnen und in Heiligenhafen enden.Samstag, den 06.09.2008 Anreise nach Middelfart und weiter nach Aarösund
Für den Skipper ist frühes Aufstehen angesagt, denn die Ablösung der Vorgänger-Crew soll ungefähr um 10.00 erfolgen. Also Start von Buchholz um 06.15 und Einsammel der übrigen Crewmitglieder. Dank guter Verkehrsverhältnisse sind wir kurz nach 07.00 startklar und da es auch den Rest des Weges keine Behinderungen gab waren wir pünktlich in Middelfahrt. Die Fahrt durch Middelfart zu dem im Süden liegenden Yachthafen war Dank
GEONAV 3S und Navionics Land & Sea Chart auch kein Problem mehr. 10.30 Schiffsübergabe, anschließend Creweinweisung insbesondere für Henning unser neues Crewmitglied. Nach Einkauf des Nötigsten für die nächsten Tage (die wirklich wichtigen Dinge wie Bier und Rotwein hatten wir schon von zu Hause mitgebracht), gab es dann ein zweites Frühstück. Um 13.30 mußten wir uns die Frage stellen, ob wir den Nachmittag in Middelfart vertrödeln, oder ob wir lieber auslaufen. Wir haben uns für das Auslaufen entschieden! 13.45 Segelm gesetzt. Wind um 3Bft aus SW, gerade richtig zum Einsegeln. Für unser Ziel Aarösund sind einige Holeschläge erforderlich. Das übt und nach 2-3 Wenden klappen die Manöver schon ganz ordentlich.Um 17.15 sind wir vor Aaresund und um 17.30 sind wir fest. Der Skipper wird allerdings etwas schief von dder Seite angesehen, weil er die Box erst im zweiten Anlauf getroffen hat. Dafür dann aber "saugend" und das hat ja schließlich auch was. Das Hafengeld von 130,- Dkr wird neuerdings per Automat eingetrieben. Wer wartet bis der Hafenmeister ans Boot kommt, wird mit einem Strafgeld von 50,- Dkr belegt Sonntag, den 07.09.2008 von Aarösund nach Sonderburg
Auslaufen Aarösund um 10.30 bei strahlendem Sonnenschein. 10.45 Segel gesetzt, Wind 8-12Kn aus SO. Kaffeesegeln in Richtung Sonderburg. Ab Mittag bedeckt sich der Himmel mehr und mehr. Vor der Einfahrt in den Als Fjord schläft auch noch der Wind ein. 14.30 Segel geborgen und Motor an. Wenig später vor dem Einfahren in den Als Sund fangen wir uns einen richtig starken Regenschauer ein. Aber das Wetter fängt sich noch einmal und wir passieren die Vororte von Sonderborg die Klappbrücke und bei heiterem Himmel. Um 16.30 sind wir fest in der letzten verbliebenen, knapp 14m langen Lücke an der Altstadtpier. Das Einparken unseres 12m-Schiffes klappt beim ersten Mal und die Ehre des Skippers ist wieder hergestellt.Gesamtmeilen nach Log 20Sm, nach GPS 27SM. Das war uns aber schon beim Segeln aufgefallen: Irgenwer hat hier fürchterlich an der Eichung der Geräte herumgespielt - es stimmt so gut wie nichts mehr! Die renovierte Hafenpromenade wird Holzbrücke genannt. Hier liegen die größeren Yachten und auch segelnde Oldtimer. Sie treffen sich hier u. a. zur Rum-Regatta von und nach Flensburg. Insgesamt wurden auch die Häuser der Hafenpromenade eingehend renoviert und erneuert. In der Nähe des Schlosses, das die Hafenpromenade abschließt, steht seit Juli 2004 die 2,30 Meter hohe Bronzeskulptur Butt im Griff des deutschen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass. Es gibt jetzt Strom und Wasser und Duschen werden in Containern zur Verfügung gestellt. Hafengengeld 115,-DKr. Montag, den 08.09.2008 von Sonderburg nach Aeroskoeping
11.15 Auslaufen Sonderburg bei bedecktem Himmel. Wind noch moderat mit 4 Bft aus SW. 11.30 Segel gesetzt. Auf Grund der angesagten 5-6 Windstärken haben wir in das Groß schon das erste Reff gesetzt. Das war weise aber nicht weise genug. Kaum dass wir so richtig draußen waren frischte es so richtig auf und das 1. Reff in der Genua war mehr als angesagt. Wenn es nicht immer wieder geregnet hätte, wäre es ein richtig schöner Segeltag geworden. So können wir uns nur über die Rauschefahrt freune, aber das hat ja schließlich auch was. Aber zumindest zum Festmachen in Aeroskoeping guckte die Sonne noch mal einen Moment heraus, was doch gleich ein viel freundlicheres Licht auf unser heutiges Tagesziel warf.16.45 fest in Aeroskoeping.32,7 Sm. Auch hier anstatt des Hafenmeisters ein Automat, der eine Chipkarte ausspuckt, die für jede Extraleistung auch gleich ein Extra-Entgelt ermöglicht.Hafengeld 130DKr. Ærøskøbing ist der historische Hauptort auf der Ostseeinsel Ærø in Dänemark und gilt als die malerischste Stadt der Insel Darüber hinaus gilt A. als eine der schönsten Kleinstädte Dänemarks. Es befindet sich in der Mitte der Nordostküste Ærøs und ist ca. 750 Jahre alt. Die Stadt steht unter Denkmalschutz und erhielt 2002 den Europa-Nostra-Preis. Das historisch gewachsene Kleinstadtbild ist vollständig erhalten und die malerische Altstadt mit zahlreichen einfachen Fachwerk- und Ziegelbauten hat immer wieder Charme, der uns auch dieses Mal wieder in seinen Bann zieht. Dienstag, den 09.09.2008 von Aeroskoeping nach Svendborg
11.15 Auslaufen Aeroskoeping. Wind SW 2-3, zunächst heiter bis wolkig, später sonnig, gegen Abend wieder bedeckt.
11.25 Segelgesetzt und vorm Stadthafen von Svendborg erst wieder eingeholt. 14.30 fest in Svendborg. Hafengeld 130,- DKr, aber auch hier die neuerdings üblichen Chipkarten. Dafür aber ein neuer Schwimmponton mit allerfeinsten Dusch- und Sanitäranlagen. Hafenbüro mit Fernsehen und kostenfreien Internetzugang. Strom und Duschen muß extra bezahlt werden.Als erstes wird Fisch eingekauft, denn in S. gibt es traditionsgemäß zum Abendessen Fisch satt. Bevor wir uns der Schlemmerei hingeben tätigen wir aber noch einen ausgiebigen Landgang, was in Svendborg bekanntermassen besonders reizvoll ist. Die Handelsstadt am Svendborg Sund mit sehr traditionellem Hafenmilieu bietet Gästen im Handelshafen sehr stadtnahe Plätze an der westlichen Kaianlage gegenüber der weltbekannten Holzschiffswerft "Ring Andersen" oder an der Pontonbrücke im Hafen, die im Sommer ausgebracht wird. Von hier sind es auch nur wenige Schritte in die malerische Altstadt mit ihren Museen und der romanischen Nicolaikirche aus dem 13.Jhd. Traditionsgemäß wie schon auf anderen Törns auch, steigt der Skipper am Morgen auch noch einmal in den Mast. Nicht nur weil es hier besonders schön ist, sondern hauptsächlich weil unser Dampferlicht ausgefallen ist. Die reparatur ist dann auch schnell erledigt und der Skipper nach kurzer Zeit wieder heil auf dem sicheren Deck. Mittwoch, den 10.09.2008 von Svendborg nach Marstal
11.15 Auslaufen Svendborg, Wind SW 2-3, 11.25 Segel gesetzt. Kommen nur langsam voran, da 2Kn Strom gegenan. 12.55 Segel geborgen. Wir nehmen die Fahrrine Rudkoeping unter Motor, da wir den Wind genau von vorn haben. Auch der kurs nach Marstal hatb den ohnehin schwachen Wind von vorn. Deshalb motoren wir den Rest des Weges auch noch und sind um 15.25 fest in Marstal.18.6 Sm Hafengeld 130.-DKr direkt vom Hafenmeister kassiert. Strom kostet 15,- DKr extra, Duschen 10,- DKr.Idyllische, kleine Hafenstadt mit großer Segelschiffstradition. Marstal zählt zu den beliebtesten Zielen in der dänischen Südsee.Gastliegern stehen an den Stegen 9 und höher und auch an dem neuen Rundsteg des Yachthafens Plätze auf 1,7 - 2,7 m Wassertiefe zur Verfügung. Gut angenommen werden auch die neuen Grillplätze in diesem Bereich des Hafens. Besondere Attraktionen sind das Seefahrtmuseum und seit neusten der aus dem Frachtsegler Bonavista. Er wurde einst im Jahre 1914 hier in Marstal gebaut und jetzt nach ereignisreichem Lebenslauf au8s Südamerika zur Restauration hierher zurückgeholt. Der Rumpf ist jetzt am hafen aufgepallt und mit einem Zelt überdacht. Die Restauration kann von einem Podest aus verfolgt werden. Donnerstag, den 11.09.2008 von Marstal nach Kappeln.
10.00 Auslaufen Marstal, Wind 2-3Bft aus Ost, später 3-4 aus NE. Anfangs heiter bis wolkig, später sonnig.10.20 Segel gesetzt, Kurs 240°. 14.00 Ansteuerung Schlei, Groß geborgen. 15.00 Kappeln, Genua geborgen. 15.15 fest in Kappeln.27 SmHiermit erkläre ich Kappeln zu meinem absoluten Lieblingshafen! Das fängt bei den Liegeplätzen an der neu gestalteten Hafenpromenade an und endet mit den hervorrageneden Versorgungsmöglichkeiten in der Stadt. Insgesamt 35 Boxen mit einer Länge von ca. 14 m bei einer Breite von 4,3 m haben durchgängig einen Tiefgang von 3,5 m. Es handelt sich um reine Gastliegeplätze. Es werden keine Reservierungen oder feste Vermietungen vorgenommen. Im gesamten Gastliegerhafen steht ein WLAN mit kostenlosem Internetzugang zur Verfügung. Auch das Duschen und der Landanschluß sind in dem für alle Schiffsgrößen gleichhohen Liegegeld von 15,- EUR enthalten! Wer hier in der Lage ist rückwärts anzulegen, kann an sonnigen Tagen südländische Gefühle nicht unterdrücken. Das Leben pulst direkt vor seinen Augen und die Aussicht ist mindestens so gut wie aus den Biergärten der gegenüber liegenden Restaurants. Der kulinarische Höhepunkt befindet sich allerdings nicht hier unten am Hafen, sondern ein paar Schritte entfernt in der Altstadt. Die Sparerips in der Bierakademie sind einfach ein Muss! Von der Würzung einfach genial und von der Menge her kaum zu schaffen. Für nicht völlig ausgehungerte empfiehlt sich die Seniorenportion! Freitag, den 12.09.2008 von Kappeln nach Laboe.
10.15 Auslaufen Kappeln, 11.15 Ansteuerung Schlei. Wind 6 Bft aus E. Genua 1.Reff, Kurs170°. 12.20 Damp querab. Kurs 160° Kurs ist zu hoch, lassen Motor mitlaufen. 13.20 7 Bft.14.00 Stoller Grund. 14.50 Laboe, Segel geborgen. 15.00 fest in Laboe.
Hafengeld 18,- EUR alles incl.Heute gibt es richtig auf die Glocke; das wußten wir natürlich schon vorher, denn der Wetterbericht hatte es angekündigt. Hätten wir noch einen Reservetag gehabt, wäre es bestimmt ein Hafentag geworden, so aber kämpfen wir uns zunächst mit einem Anlieger an der Küste entlang bis nach Damp. Dann ist das Sperrgebiet zu Ende und für könnten direkten Kurs auf Laboe nehmen, wenn wir den passenden Wind hätten. Heute aber heißt es Aufkreuzen ohne Ende oder weiter mit durch Motorkraft optimierter Höhe. Um das Ganze etwas abzukürzen, haben wir uns für die 2. Lösung entschieden. Trotzdem bleibt es uns nicht erspart in Höhe Stollergrund bei mittlerweile guten 7 Bft einen Hohleschlag einzulegen. Dafür haben wir aber Glück und können das Fahrwasser der Kieler Förde ohne "Behinderung" durch die Berufsschiffahrt überqueren. Heute machen wir im neuen Yachthafen Baltic Bay (in der Hafeneinfahrt rechts halten) fest. Auch hier gibt es bequem zu erreichende Liegeplätze an Schwimmstegen mit Auslegern, die Sanitäranlagen sind vom Feinsten und das Liegegeld von 18,-EUR ist ein all inclusive price. Hier sollten sich die neuen Häfen in Meck-Pom mal eine Scheibe abschneiden. Ohne gutes Geld in teure Apparate zu investieren, (die den Gästen centweise Gebühren für Strom, Wasser und Sanitär aus der Tasche zu ziehen) ist es hier offensichtlich möglich gleichen Service und gleiche Qualität zu weitaus geringeren Kosten zu bieten!! Samstag, den 13.09.2008 von Laboe nach Heiligenhafen.
10.30 Auslaufen Laboe , Wind 4 Bft aus SE, später etwas abnehmend, 15.30 plötzlich auffrischend 6 Bft. 1025mbar, 17.30 fest in Heiligenhafen.Laut Wetterbericht sollte uns heute das Gleiche wie gestern bevorstehen, aber Rasmus war gnädig mit uns und blies moderat aus SW mit 4 Bft. Auch die Sonne kuckte mehrmals für längere Zeit hinter den Wolken hervor, sodass uns insgesamt noch einmal ein ausgesprochen schöner Segeltag beschert wurde. Fazit unseres Törns: Die dänische Südsee hat für uns nicht an Reiz verloren, obwohl die Anschaffung von Automaten für das Kassieren von Gebühren nicht der wahre Fortschritt ist. Pervers wird das Ganze, wenn für die Entnahme jeder kWh und jedes Tropfen Wassers ein eigerner Automat installiert wird. Abgesehenn davon, dass eine Rentabilität nicht vorstellbar ist, ist der wachsende Ärger durch nicht funktionierende Apparate unabsehbar. Siehe Beispiele in Meck-Pom, wo die Apparatur schon etwas älter ist und wo mit6tlerweile frustige Erlebnisse an der Tagesordnung sind. Wie es besser geht zeigen uns z.B. die neu gebauten Häfen in Kappeln und Laboe! Leider werden wir mit der Automatenflut noch eine ganze Weile leben müssen, denn dass sie so einfach wieder abgerissen werden wie sie aufgestellt wurden (mit EG-Subventionen) ist nicht vorstellbar.
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