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Skagerak, Südnorwegen Törnbeschreibungen im Seesack.Net |
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Südnorwegen, Sommertörn 2008Crewliste
TörnplanDer Törn ist geplant vom 19. bis 26. Juli 2008 und wird an südnorwegischen Küste von und nach Kristiansand gesegelt.
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Freitag, den 18.07. bis Samstag, den 19.07.2008Anreise von Buchholz nach Kristiansand
18.08.2008 um 18.00 Treffen in Brackel. Joachim hat bei seinem Schützenbruder und Opelhändler Horst Koch zu günstigsten Preis einen Vivano 9-Sitzer ausgeliehen.
Dies zahlt sich jetzt aus, denn das, was wir an Lebensmitteln eingekauft haben,wäre in einen normalen Kombi oder Großraumlimousine zusammen mit dem ganzen Gepäck nie zu verstauen gewesen. Aber so bekommen wir alles locker unter und es bleibt für ein oder zwei Previligierte sogar noch Platz zum Ausstrecken.
Obwohl Ferienanfang und Horrormeldungen im Verkehrsfunk verlief die Fahrt nach Hitshals problemlos, sodass wir reichlich vor Abfahrt der Fähre schon in der Warteschlange standen. Die fuhr dann um 02.00 ab in Richtung Langesund, wo wir morgens um 08.00 Uhr wieder ausgeladen wurden. Jetzt kam der spannende Moment, wo wir durch den bei Stichproben als hart durchgreifend bekannten Zoll mußten.Wirhatten jedoch Glück, weil sich 2 Autos vor uns jemand so auffällig daneben benommen hatte, dass der Zöllner wild auf sein Dach klopfend den Fahrer in die Abfertigungsbucht einwies. Danach war der Weg für uns frei und wir konnten nach Verneinung der legendären Frage: "Haben Sie etwas anzumelden?" passieren. Jetzt trauerten wir schon den 2 Kisten Wein nach, die wir nach der Lektüre der norwegischen Zollbestimmungen lieber zu Hause gelassen hätten. So aber kann es weiter gehen um die letzten 170km nach kristiansand in Angriff zu nehmen. Wie fahren die E39 und bestaunen die traumhafte Landschaft mit ihren Wäldern und den vielen Seen und Fjorden, die bis an die Straße reichen. Auf der Strecke müssen wir noch 3x Maut bezahlen und staunen am Ende über die noch höheren Dieselpreise als bei uns zu Haus. Um ca. 11.00Uhr erreichen wir den Gästehafen von Kristiansand, wo wir schon sehnlichst erwartet werden. Wie eigentlich immer, fängt es fürchterlich an zu regnen als wir das Auto ent- und wiederbeladen. Aber auch später wurde es kaum besser, sodass die Lust auf Auslaufen garnicht erst aufkam. Teilweise war die Sicht durch den Regen kaum weiter als 500m und der Blick auf den beim Hafenmeister aushängenden Wetterbericht ließ nur noch schlimmeres ahnen. Sonntag, den 20.07.2008 von Kristiansand nach Mandal
10.30 Auslaufen. Wind anfangs 1-2Bft aus SE, 999 mbar, bedeckt bis wolkig. 16.15 fest in Mandal. 31 Sm . Hafengebühr keine.
Draußen auf der Nordsee tobt sich eine Front mit nördlichen Winden bis zu 8 Bft aus und hier, unter dem Schutz der Südküste Norwegens ist davon fast nichts zu merken. Wir liegen irgendwie im Gegenstrom mit südöstlichen Winden mit 1-2 Bft. Mandal liegt an der Mündung des Flusses Mandalselva. Die Stadt hat ca. 13.500 Einwohner. Im Zentrum findet man viele denkmalgeschützte Holzhäuser. Wir haben gleich nach passieren der hafeneinfahrt an einem neu geschaffenen Steg fest gemacht. Dadurch haben wir es etwas weiter bis in die malerische Innenstadt, doch der ausführliche Spaziergang durch das alte Stadtviertel hat sich auf alle fälle gelohnt. Mandal ist für die Norweger und auch für alle anderen Touristen ein sehr beliebter Ferienort. Montag, den 21.07.2008 von Mandal nach Farsund
10.40 Auslaufen. Wind anfangs 1Bft aus NE, 1010 mbar, heiter bis wolkig.Kurz vor Ankunft frischt der Wind noch einmal auf, 4Bft aus W. 15.30 fest in Farsund. 27 Sm . Hafengebühr keine.
Farsund bietet mehrere Gelegeneiten für Gastlieger festzumachen. Wir nutzen einen freien Platz direkt vor dem Zentrum. Von hier sind es zwar ein paar hundert Meter zu den Sanitäranlagen im offiziellen Sportboothafen, dafür aber nur ein paar Schritte bis zum Supermarkt und der Hafenmeile. Unser Lieplatz ist fast im Herzen der Stadt und unweit der Geschäfte, Banken, Post und gemütlichen Cafe¹s und Restaurants. Farsund ist ein traumhaftes Städtchen, welches teilweise auf einer Insel im Sund. Freundliche Touri-Info mit kostenlosem Internetzugang. Die Natur um Farsund ist sehr abwechslungsreich: Direkt an der Küste mit schroffen Felsen, davor feine Sandstrände und drumherum Gebiete mit großen Wäldern. Da die Stadt vom Meer aus nicht zu sehen ist, haben sich hier zu früheren Zeiten die Seeräuber versteckt und von hier aus ihre Raubzüge gestartet. Einmal im Jahr wird diese Zeit ganz groß gefeiert. Dienstag, den 22.07.2008 von Farsund nach Agnefest (Rosfjorden)
11.15 Auslaufen. Wind anfangs 3Bft aus WNW, über Mittag auffrischend bis auf 5Bft aus NW, 1020 mbar, anfangs bedeckt, ab Mittag wolkig bis sonnig.14.30 fest in Agnefest. 12 Sm . Hafengebühr keine.
Heute nur relativ kurze Segelzeit, aber angesagt waren auch nur 1-2Bft, und wir hatten uns vorgenommen in aller Ruhe die landschaftlichen Eindrücke einer Fjordfahrt aufzunehmen. Mal wieder bei traumhaften Wetter genießen wir die Schönheit der Landschaft und sind froh, dass wir nicht von anstrengenden Segelmanövern von den einmaligen Ausblicken in abgelenkt werden. Am Ende des Rosfjorden liegt an der westlichen Seite Agnefest. Von See kommend an der linken Seite des Fjordes befindet sich eine Fischanlandestation für die Fischkutter Und eine Fischverarbeitung- und Räucherei. Gleich daneben ist auch der Sportboothafen. Der ist hauptsächlich auf die Bedürfnisse der vielen Angeltouristen ausgerichtet. es gibt aber auch einen langen Badestrand mit Campingplatz, sowie ein modernes Hallenschwimmbad. Wir nutzen die Gelegenheit des Angebots und erwerben eine frischgeräucherte Lachsseite und stellen fest, dass es in Norwegen auch lebensmittel gibt, die günstiger sind als bei uns. Mittwoch, den 23.07.2008 von Agnefest nach Trysnes Marina
09.45 Auslaufen. Wind nach Verlassen des Rosfjorden 4Bft aus W, ab 14.30 leider nur noch 1-2Bft, sodass wir leider wieder motoren mußten um unser Tagesziel noch zu erreichen, 1030 mbar, Ganztags sonnig.17.15 fest in Trysnes Marina 44 Sm (37Sm über Grund, da im freien Wasser bis zu 2Kn Gegenstrom). Hafengebühr 100,- NKR, WLAN frei.
Bisher der idyllischte Hafen des ganzen Törns. Schon bei der Einfahrt in den Sund nur traumhafte Ausblicke auf bewachsene Felsen mit den typischen Norweger Häusern. Viele mit eigenen Bootsanleger.
Trysnes Marina ist eine reine Ferienanlage und hauptsächlich von Anglern genutzt. Um den Hafen herum sind Ferienwohnungen vor die steilen Felswände gesetzt. Der Fjord und somit auch die Einfahrt sind eng und zerklüftet, aber das Wasser ist überall ausreichend tief. Die Anlage ist gut besucht und somit nicht der ruhigste Liegeplatz. Dafür gibt es aber alles was der Touri braucht: Supermarkt, Telefon, Internet und Restaurant. Und man wird als Segler leicht in ein Gespräch verwickelt, weil man eben doch die Ausnahme hier ist. Ich erkläre zwei Anglern wie toll ich Lage dieses kleinen Hafen und die umliegende Fjordlandschaft finde. Da können sie nur beipflichten, aber wenn ich es noch toller haben möchte, dann muß ich unbedingt noch nach Lillesand.Abends grillen wir auf dem Steg. Leider mußte der Wein schon rationiert werden, da das Ende abzusehen ist. Das wußten wir natürlich schon vor dem Essen, aber der Geiz hat uns davon abgehalten die Bestände hier im Supermarkt wieder aufzufrischen. Donnerstag, den 24.07.2008 von Trysnes Marina nach Lillesand
10.20 Auslaufen, 11.15 Segel gesetzt. 4-5 Bft aus E, 1033 mbar, sonnig. Um 14.00 schläft leider der Wind wieder ein. Unseer Tageszielhätzten wir mit Kreuzen ohnehin nicht erreicht, aber so sind noch eher gezwungen den Motor mit anzustellen. 18.00 Segel geborgen. 18.30 fest in Lillesand. 47/32Sm. Hafengeld 230 NKR.Die kleine Stadt mit seinen alten (Holz)-Häusern und dem idyllischen Hafen liegt unmittelbar am Skagerrak und ist geschützt durch viele kleine Schäreninseln. Das uns wärmstens empfohlene Städtchen entpuppt sich als "Mini-Skagen" und ist das mit Abstand Schmutzigste , was wir bisher auf unserem Törn gesehen haben. Das war sicher Folge des ausgeprägten Touri-Andrangs. Da wurde die Nacht zum Tag gemacht, und alles was nicht mehr gebraucht wurde lag später auf den Strassen rund um das Hafenzentrum herum. dafür ist bis spät in die Nacht Jubel, Trubel, Teiterkeit. Da auch das Wetter dementsprechend ist, drängt sich förmlich der Vergleich mit südländischen Häfen auf. Hier sogar noch mit dem Vorteil, dass es erst sehr spät dunkel wird und so lange die Sonne scheint auch nicht richtig kalt wird. Heute wird noch einmal richtig geschlemmt, denn die Lachsseite aus Agnefest ist immer noch da. Dazu gibt es noch die guten tropfen aus der Heimat. Wir hätten doch mehr mitnehmen sollen, das Auto war schließlich groß genug! Donnerstag, den 25.07.2008 von Lillesand nach Kristiansand
10.15 Tanken 10.40 Auslaufen, 10.50 Segel gesetzt. 4-5 Bft aus E, 1028 mbar, sonnig. 14.30 Segel geborgen. 14.45 fest in Lillesand. 20Sm. Hafengeld 190,- NKR. Des Festmachen in Kristiansand fordert uns noch einmal alles ab, denn auch im Hafen haben wir noch gut Wind, der voll von der Seite kommt. Wir sind das erste Schiff am Gästesteg, müssen eine Mooring-Boje fischen und dann ohne Hilfe an den Steg. Es hätte sogar beim erstem Mal geklappt, wäre nicht die Vorleine um einen Meter zu kurz gewesen. So müssen wir anstecken und das Manöver noch einmal fahren. Die Leinen waren auch gleich fest, aber ohne seitliche Abdeckung war der Zug beim Durchholen höllisch. Dafür war der nachmittag dann aber gerettet, denn das folgende Hafenkino wurde erst spät abends, als der Wind endlich einschlief, etwas uninteressant. Da bei unserer Anreise vor einer Woche so abscheuliches Wetter herrschte, waren wir garnicht dazu gekommen, uns die Stadt anzuschauen. das können wir heute alles noch nachholen. Und es lohnt sich! Mit 75.000 Einwohnern ist Kristiansand die fünftgrößte Stadt Norwegens. In der Altstadt stehen historische, restaurierte Holzhäuser dicht an dicht – so viele wie sonst nirgendwo in Nordeuropa. Ein Bummel durch die Gassen ist eine kleine Zeitreise. Direkt am yachthafen liegt die Festung Christiansholm, die früher von ihrer Halbinsel aus den Schutz der Region gewährleistet hat. Spät am Abend bleibt uns nur noch die taschen zu packen und das schiff aufzuklaren, denn morgen nach dem Frühstück ist schon Übergabe an unsere nachfolge-Crew.
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