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Dodekanes, Ägäis Törnbeschreibungen im Seesack.Net |
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Segeln ab/bis Kos, Frühjahrstörn 2006Crewliste Woche 1
Crewliste Woche 2
Samstag, den 27.05.2006 Anreise von Düsseldorf nach Kos
Der diesjährige Törn wird am 27.05. in Kos starten und 14 Tage dauern. Nach Ablauf der ersten Woche bleiben nur Skipper und Co-Skipper an Bord, der Rest der Crew wird gewechselt.
Sonntag, den 28.05.2006 von Kos nach Agathonis
11.00 ab Kos, 4-5 Bft aus NNW, sonnig.
Ziel: Pharmakonisi. Empfang durch Militär, dann verjagt (18.30). Ganze Insel Sperrgebiet . Weiter nach Agathonisi, nochmal 12 Sm. Fest um 21.00. Gesamt 50 Sm.Kleiner gut geschützzter Hafen mit einigen kleinen gemütlichen Tavernen mit Blick in die Bucht. Versorgungs- und Entsorgungsmöglichkeiten eher 0, dafür aber Hafengeld auch 0. Wir haben durch unsere Crewmitglieder aus der oldenburgischen Fleischbranche wieder reichlich Roastbeef an Bord. Das muß ja schließlich weg, und so gibt es heute zum eingewöhnen erstmal tellergroße, 2 Zentimeter starke Steaks. Der Rotwein aus den in Kos erstandenen 5-Liter Pappkanistern schmeckt auch hervorragend, sodaß alle vom Beginn unseres Törns begeistert sind. Montag, den 29.05.2006 von Agathonisi nach Pythagoreion (Samos)
10.00 vom Liegeplatz verjagt, weil das Hospitalschiff anlegen wollte. Sonnig, Wind 1-2 Bft aus West. 15.00 fest in Pythagoras (18 Sm).Die Lage der Stadt in der Umgebung von bewaldeten Berghängen mit Blick auf die Samosstraße und die tükische Küste ist einmalig. Wir machen mit Heck zum Westkai fest, und befinden uns so mitten in einer beliebten Urlaubsstadt. Dementsprechend lebhaft ist das Treiben auf der Hafenmeile. Dienstag, den 30.05.2006 von Pythagoreion nach Karlovasi
10.30 Auslaufen Pythagoreion; sonnig, Wind wechselnd aus südlichen Richtungen, anfänglich 2-3 Bft, später 3-4 Bft. 14.15 Wind 0, 14.30 3Bft aus N. 15.15 Wind 0, 15.30 Wind wieder aus S mit 4-5 Bft. 16.30 fest in Karlovasi. (33 Sm)Unruhiger Liegeplatz in K.,da wenig Schutz vor südlichen Winden. Große Fähre wirbelt beim Anlegen den ganzen Hafen durch. Der Hafen hat ausser ein paar Restaurants und Cafe-Bars wenig zu bieten. Dafür kommt aber der Hafenkapitän ans Boot und fordert die Vorlage der Papiere für den nächsten Morgen ein. Das kostet uns eine Stunde und Hafengebühren von 2,06 EUR. Nachts viel Lärm durch mehrere Bars, die Ihre Gäste offensichtlich durch laute Musik anlocken und unterhalten. Der Hauptort liegt in einiger Entfernung vom Strand her nach landeinwärts. Heute nacht bricht Heinrich mit der Oberkoje der Stb-Etagenkoje zusammen. Bänder der Aufhängung aus den Nieten gerissen. So wie die Bänder aussahen, war das nicht das erste Mal passiert. der Zustand des Schiffes läßt leider allgemein nicht auf Top-Pflege schließen. Mittwoch, den 31.05.2006 von Karlovasi nach Scala Patmou (Patmos)
10.45 AuslaufenKarlovasi, sonnig, kurzfristig noch Wind aus W, dann aber schnell abflauend auf 0. 12.30, beim Austritt aus dem Winschatten der Insel plötzlich Wind aus S mit Böen bis 30Kn. 30 min. später Wind wieder fast 0, 2-3 Kn. aus S. Happy motoring bis Scala Patmou. 17.00 fest in Scala Patmou. (36 Sm). Hier waren wir in 2003 schon einmal und beim abendlichen Landgang kommen so langsam die Erinnerungen. Der Ort Skala Patmou ist geprägt von den vielen Touristen, die täglich mit Fähre, Kreuzfahrtschiff oder Seglern aus Bodrum herüberkommen, um das Johanniskloster zu besichtigen. Dementsprechend ist das Gedränge in der kleinen hübschen Altstadt.Wir erinnern uns auch an ein Restaurant in der 2. Reihe, wo man gut draußen sitzen kann, ohne dass ständig ein Auto oder Motorroller an einem vorbei düst. Wir bestellen Red Snapper gegrillt und denken an tellergroße Exemplare dieses schmackhaften Fisches. Schmackhaft waren sie denn auch, aber von der Größe her hätte selbst unser Kater nur ein mitleidiges Lächeln hervorgebracht. Früher hätten die Fischer diese wieder ins Meer zurückgeworfen, damit sie noch reichlich wachsen und sich vermehren konnten. Das scheint heute mangels Masse aber anders zu sein. Donnerstag, den 01.06.2006 von Scala Patmou nach Ormos Alintas (Leros)
Heute haben wir es nicht eilig, weil wir ohnehin nur nach Leros wollen. Wir machen noch einen ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt. Dort finden wir unter anderem auch ein Eiscafe mit Internetzugang. Ein Blick auf dwd.de läßt keine Freude aufkommen. 0 Wind in den nächsten 2 Tagen. Wir laufen um 12.00 aus und verholen in die nächste Bucht zum Baden. Bei 24°C Wassertemperatur ein echtes Vergnügen. 13.30 brechen wir wieder auf in Richtung Leros, leider mangels Wind wieder unter Motor. Wetter sonnig. 16.00 Ankunft in Ormos Alintas (21 Sm). An der einzigen Pier in dem kleinen Hafen auf der Südseite der Bucht können max. 3 Yachten längsseits gehen. Wir wären die dritte gewesen, wenn sich nicht Käpt'n Ich-Ich so breit hingelegt hätte, dass er gleich 2 Plätze blockiert hielt. So haben wir uns in der westlichen Bucht bei spiegelglatter See einen ruhigen Ankerplatz gesucht. Zu essen sollte es heute ohnehin aus der bordeigenen Steakschmiede geben.
Freitag, den 02.06.2006 von Ormos Alintas nach Ormos Vathi (Kalymnos) und weiter nach Kos
10.00 Auslaufen Alintas; Himmel bedeckt. Wind 0. 14.00 fest an Anker und Pier in Ormos Vathi, sonnig (16 Sm). 17.00 Fallböen aus wechsenden Richtungen, Anker hält nicht (bei den anderen auch nicht!) Anker auf und Auslaufen Richtung Kos. 2 Bft aus SW. Genua als Stützsegel unter Motor, 9kn SOG (14 Sm).Die Altstadt von Kos ist von der Marina zu Fuß nicht zu erreichen, aber um die Marina herum sind einige Hotels gebaut worden, die die Infrastruktur erheblich verbessert haben. Wir beschließen einen kleinen Spaziergang und finden ein reichliches Angebot zur Einkehr. Das kann man allen Gastliegern in der Marina nur empfehlen, denn die Preise in der Marina sind ausverschämt. Samstag, den 03.06.2006 in Kos
Heute ist für uns Crewwechsel angesagt. Franz, Heinrich und Ernesto (Dieter L.) werden uns verlassen, dafür kommen Elmar, Ernst und Klaus-Dieter. Der Tag vergeht mit Wäschetausch, Ein- und Auschecken, sowie, man glaubt es nicht, Tausch der Schiffspapiere. Wir hatten nämlich das Bordbuch eines Schwesterschiffes mit auf den Weg bekommen. Das war dem Hafenmeister in Karlovasi sofort aufgefallen, weil die Crewliste nicht mit den vorgezeigten Pässen übereinstimmte. Korrigiert wurde allerdings nur die Crewliste, da die für unser Schiff gültigen Papiere mit einem anderen Schiff unterwegs waren. Dafür wurde unser Schiff kurzer Hand umgetauft. Das war einfach, da der Schiffsname einfach nur aus einer am Heck angebrachten Ordnungsnummer des Vercharterers bestand. So hieß das Schiff in der ersten Woche 43.4 und in der zweiten Woche 43.6.
Sonntag, den 04.06.2006 von Kos nach Livadia (Tilos)
11.00 Auslaufen nach Tilos. Wetter sonnnig. Wind anfänglich mit 2-3 Bft aus NW. Wir hatten beschlossen, auf jeden Fall mit dem Wind zu laufen, um nicht wieder wie in der ersten Woche gleich mit Gegenwind zu beginnen, um dann nach Winddrehen die restlichen Tage auch Gegenwind zu haben. Aber wie Rasmus nun so mit uns spielt, nach einer Stunde schlief der Wind ein, um dann wenig später mit 4-5 Bft aus WSW zu blasen. Zugegeben, so war auch die Wetterprognose von DWD, die wir am Abend vorher noch aus dem Internet gezogen haben. Für uns war es gerade so an der Grenze, denn wir konnten mit ein bißchen Kneifen noch ein Anlieger daraus machen. Nachdem wir die Spitze von Deveboynu Br. (Türkei) gerundet hatten, konnten wir sogar noch etwas abfallen, sodass es noch eine richtige Rauschefahrt nach Tilos wurde. Kurz vor Tilos bedeckte sich allerdings der Himmel und der Wind machte eine kleine Pause, um uns dann nochmal mit 6 Bft zum Hafen von Livadia zu treiben. 17.00 fest in L. (29 Sm)Livadia entpuppte sich als Geheimtipp, denn dieses kleine Städtchen hat mit EU-Hilfe einen kleinen, aber feinen Hafen gebaut. Er ist zwar noch nicht ganz fertig, aber wir wurden von einer freundlichen, deutschsprechenden Dame an unseren Liegeplatz gelotst und mit Strom versorgt. Wasser hätten wir auch haben können, aber das hatten wir in Kos erst gebunkert. Auf unserem Abendspaziergang lernen wir ein gemütliches kleines Städtchen kenn, in dem es einige kleine Tavernen ohne viel Hallo gibt. Montag, den 05.06.2006 von Livadia nach Symi
11.00 Auslaufen Livadia. Wetter anfangs sonnig, über Mittag etwas bedeckt, später wieder sonnig. Wind 3 Bft aus W. Nachmittags 4-5 Bft aus W. 18.00 fest in Symi (33 Sm). Unser Anker hält erst im zweiten Versuch, weil wir nicht bedacht haben, dass der Hafen über 20m tief ist. Wer nicht rechtzeitig Kette gibt, hat den Anker zu spät unten, und zieht ihn beim Dichtholen wieder heraus. So schlecht waren wir aber nicht, denn nach uns kamen noch einige, die bis zu vier Versuche gefahren haben, und den Anker immer noch nicht vernünftig auf Zug hatten. Nur gut, dass der anfänglich noch kräftige seitliche Wind langsam einschlief.Nach Klaus-Dieters vozüglichem Mahl (es gab Filet Stroganoff) ging es noch in die Altstadtgassen zu einem Spaziergang durch die Restaurant- und Geschäftsmeile. Wir wollten noch einen Kaffee mit Metaxa zu uns nehmen. Das war aber nicht möglich, weil aus zwei Bars so laute Musik schallte, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. So hatten wir Symi nicht in Erinnerung. Dienstag, den 06.06.2006 von Symi nach Rodos
Als wir nach dem Frühstück noch einen Kaffee auf der Hafenmeile nahmen, gab es reichlich Schauspiel, als mehrere Schiffe beim Aufnehmen der Anker das Geschirr von nochliegenden Schiffen am Haken hatten. Unserer war Gottlob nicht dabei und wir hatten, als wir um 11.30 ausliefen auch nichts am Haken. Wetter sonnig, Wind 3Bft aus W, nachmittags auffrischend 4-5. 16.30 fest in Rodos (29 Sm).Klaus Dieter hat schon wieder gekocht, das bricht alle Rekorde. Es gab Paprika-Salat, Pfeffersteak und mit Schafskäse überbackene Kartoffelscheiben, Wahnsinn. Anschließend sind wir aber doch noch an Land, um hauptsächlich den Wetterbericht von DWD einzuholen, und , wir wollen es nicht verleugnen, um Cappocino und Metaxa zu trinken. Was unangenehm auffiel, war, dass die Ankoberei in Mandraki mittlerweile auch schon schlimmer ist als auf der Reeperbahn. Mittwoch, den 07.06.2006 von Rodos nach Symi
10.30 Auslaufen Rodos. Wetter sonnig, Wind 4-5 aus W, später 5-6 in Böen 7. Leider alles gegenan. Harte Arbeit bis Symi, aber wir haben keine andere Wahl, da wir bis Freitag in Kos sein müssen. 18.00 fest in Symi (39 Sm)Restaurant Mythos Überraschungsmenue nach Spezialitäten des Tages: 1. Oliven mit Kräutern, Öl und grünem Pfeffer 2. Salat ( Romana, Rotkohl, Weißkohl hauchdünn geschnitten, Vignaigrette mit Walnußstücken 3. Fischpastete auf Gemüsebett im Blätterteig 4. Shrimps in der Jacobsmuschelschale, überbacken. 5. Kalamarisringe paniert mit Pestosauce. 6. Gebackene Champignons im Auberginenmantel. 7. Hähnchenbrustscheiben mit Kartoffelgratin. 8. Schweinefilet Balsamico-Thymiansauce Böhnchen und Möhrenstreifen. 9. Lammbraten gespickt mit Knoblauch, Rosmarinkartoffeln. 10. Variationen von Desserts Wer hätte das gedacht, Gourmet-Cuisine vom Feinsten in einem unscheinbarem Gemäuer am Ende der südlichen Hafenmeile. Absolut empfehlenswert das "Restaurant Mythos". Donnerstag, den 08.06.2006 von Symi nach Tilos
10.00 Ablegen in Symi, Wetter sonnig. Wind 3-4Bft aus WSW. 17.30 fest in Tilos. Heute ist der Hafen nicht so leer wie beim letzten Mal. Ganz im Gegenteil, wir kamen gerade noch rechtzeitig, um den letzten römisch-katholischen Platz an der "Promenade" zu ergattern. Die nette Hafenmeisterin erkennt uns wieder und winkt uns gleich in das letzte, noch freie Loch. Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch ist der Hafen so gut besucht, dass sogar später kommende ins Päckchen gehen müssen. Trotzdem bleibt alles im gemütlichen Bereich, denn auch wenn der Ort nur klein ist, so gibt es doch genügend Restauritäten, in denen sich alles verteilt. Hier wird in Zukunft mit Sicherheit einiges mehr an Besuchern zu erwarten sein, und es bleibt abzuwarten, ob die Beschaulichkeit erhalten bleibt. Freitag, den 09.06.2006 von Tilos nach Kos
10.30 ablegen in Tilos. Wetter sonnig, besonders klare Luft. Wind 2-3 in Böen 4 Bft. Wechsende Richtungen NW bis W. 16.00 fest in Marina Kos (36 Sm).Irgenwie ist das Gefühl nicht so gut. Es ist keiner dabei von uns, der nicht noch gerne ein paar Tage angehängt hätte. Aber wir wollen nicht meckern, 14 Tage tolles Wetter, malerische Inseln und Städtchen, und, nicht nur wegen der Extraklasse der Smuts, eine Bombenstimmung der Crews. Wir sollten noch ein paar Worte zu unserem Schiff sagen: Die Sun Odyssey 43 ist natürlich ein grundsolides Boot, und hat auch unsere Erwartungen erfüllt. Wo wir uns etwas mehr gewünscht hätten, wäre bei den Kleinlichkeiten der Austattung. So gab es zum Beispiel kein einziges Bändsel an Bord, die Werkzeugkiste war eine Farce und auch die Kombüsenaustattung war der einzige Minimalismus! Die Anzeige der beiden Kompasse differierte um 10°, und auch die Windlupe war um mindestens 10° aus der Mitte; einen Verklicker gab es nicht! Der Autopilot in der Backskiste war vielleicht praktisch für den Vercharter, da gut geschützt vor Wind und Wetter, für die Praxis aber total daneben! Die Schoten waren alle hart und ein Teil der Festmacher waren schon arg geschamfielt. Ziehen wir jetzt noch die vertauschten Schiffspapiere und den gefälschten Schiffsnamen in Betracht, so kann es nur heißen: Einmal Kavas-Yachting ist gleich zweimal Kavas-Yachting, nämlich das erste und das letzte Mal! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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