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Dodekanes, Ägäis Törnbeschreibungen im Seesack.Net |
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Segeln Kos, Frühjahrstörn 2003Crewliste
Sa, der 31.05.03Flughafen Düsseldorf Abflug 15.15. Zwei Std. Verspätung und noch Zwischenlandung in München, d.h. Ankunft auf Kos irgendwas mit 19.00 Uhr. Dann noch Fahrt mit zur neuen Marina in Kos. Vom Vercharterer war natürlich nichts mehr zu sehen, aber das Schiff war gottseidank offen, sodass wir an Bord konnten und zumindest unsere Schlafplätze einnehmen konnten.Fazit: Für Charterbeginn am Samstag gab es zumindest im Frühjahr 2003 keine brauchbare Flugverbindung!
So, der 01.06.03Wie der Name schon sagt, ist in der neuen Marina alles neu und auch noch sehr ansehnlich. Das haben wir auch schon anders gehabt! Hier bleibt jedenfalls kein Wunsch offen, sodass wir gut gelaunt die notwendigen Einkäufe für die nächsten Tage im Marina Shop tätigen. Auf die Preise haben wir lieber nicht so genau geguckt. Das war früher mit den Drachmen besser, da fiel der Vergleich erheblich schwerer.Wir haben zu fünft eine Bavaria 42 gechartert und haben es dementsprechend bequem an Bord. Wenn einer im Salon schläft, hat jeder hat seinen eigenen Schlafbereich, was bei 5 schnarchenden Ungeheuern aber auch dringends angesagt ist.
Die Übergabe unseres Schiffes zieht sich hin, aber um 12.15 legen wir endlich ab. Kurs NNW. 12.50 Segel gesetzt, Kurs W ca. 3-4 Windst . Ca. 30sm gekreutzt. 17.20 fest in Kalymnou auf Insel Kalymnos.Kalymnos ist die Heimat der Schwammtaucher. Die Stadt Kalymnou Wirkt staubig und schmuddelig. Ausflugs- und Fischerboote wuseln ständig hin und her, laden Fracht ein und aus, und auf der Hafenpromenade herrscht ein lebhafter Verkehr von Lastwagen, Pkws., Lieferwagen, Motorrädern, Dreiradwagen und Kleinlastern. Natürlich gibt es überall Schwämme zu kaufen. Mo, der 02.06.03
Nach Ausschlafen und ausgiebigem Frühstück -das muß einfach sein- ca. um 11.15 Auslaufen Kalymnou. Dabei, wie schon im Hafenhandbuch beschrieben, die Ankerkette vom Nachbarn gefangen. War aber problemlos, da Nachbar wach und an Deck. -Weiter Richtung N. Wenig Wind von Vorn. Deshalb, und wegen der Biertemperatur, erstmal motort. Später Segeln bei 3 Windstärken.
Unterwegs das erste Mittagsbesteck genommen (Siehe auch unter Navigation). Auf Grund der mitgeführten Info-Tafeln gab es ausser mit der Berechnung von UT1 wenig Schwierigkeiten. Der gemessene Ort befand sich zumindest ziehmlich nah an unserem Kurs, und nicht wie befürchtet irgendwo an Land! Trotzdem bei der weiteren Navigation auf das GPS-System gebaut. 16.00 Wir machen in der neuen Marina fest,
die innerhalb des Hafens von Lakki gebaut wurde., gelaufen ca. 25sm. Es gibt gute Versorgungsmöglichkeiten in Lakki, z.B. auch für Stangeneis. Das war für uns besonders wichtig geworden, da sich die Leistung unseres Kühlschranks auf 0 eingestellt hatte.
Di,der 03.06.03
10.00 Auslaufen Lakki, Kurs NW Richtung Patmos. Erst etwas Wind Stärke 2-3, ab 11.45 kein Wind. Das wird langsam zum Problem dieses Törns, die gewohnten Windstärken wie in früheren Törns wollen sich einfach nicht einstellen! Dafür brennt die Sonne gnadenlos.
Ziel Scala Patmou. Vorher Badebucht hinter der Insel Tragos angelaufen. Von 13.30 bis 16.00 geblieben. 16.30 Verholen an Pier in Scala Patmos. 27sm.Der Ort Skala Patmou ist geprägt von den vielen Touristen, die täglich mit Fähre, Kreuzfahrtschiff oder Seglern aus Bodrum herüberkommen, um das Johanniskloster zu besichtigen. Die meisten Gebäude um den Hafen herum stammen aus italienischer Besatzungszeit und sind wirklich sehr hübsch. Die im Hafen vor Anker ligenden Großsegler runden das Gesamtbild ab. Wir machen einen ausgiebigen Gang vom Liegeplatz ins Zentrum und fassen Proviant. Zum Schluß sind wir froh, als man uns anbietet das Eingekaufte an Bord zu liefern, denn über den langen Rückweg hätte der viele Rotwein die Arme doch ganz schön langgezogen. Mi, der 04.06.03
10.40 Auslaufen Scala Patmou, Kurs SO Richtung Leros, Windstärke 1 aus N. Die Windverhältnisse lassen wirklich zu wünschen! Wir beschließen den nächsten Badetag. 13.50 Ankern in Badebucht Archangelos. 16.40 Anker auf und Kurs auf Hafen Alintas auf Leros.
Die wenigen Lieplätze sind besetzt, und die Ankerplätze sind aus unserer Sicht ohne Not nicht zu gebrauchen. Wir motoren weiter nach Ormos Panteli. Bei Einfahrt in die Bucht tut sich ein Wahnsinnspanorama auf. Der Ort Panteli an die Hänge des Kaps. Zwischen den Häuserzeilen und auch auf den frei stehenden Bergrücken sind zahlreiche Windmühlen postiert, die uns fast glauben lassen, in einem anderen Jahrhundert zu leben!Leider ist auch der kleine Hafen von Panteli voll besetzt und wir beschließenan der gegenüberliegenden Seite der Bucht zu Ankern. 18.45 sind wir fest an Anker und Boje einer wunderschönen Privatbucht. Heute nacht bei sternenklarem Himmel auch den Nordstern mit Hilfe der passenden Info-Tafeln geschossen, und siehe da, der Winkel stimmt!!! Do, der 05.06.03
Morgens zum ersten Mal bedeckt und windig. Wind schläft aber wieder ein.
10.15 Um Eis holen in den Hafen von Panteli gelaufen. Hier gibt es noch eine uralte Stangeneisfabrik, wo man zugucken kann, wie Wasser, in einem in ca. -20 grädiger Sole getauchtem Stülpbehälter, langsam aber sicher zu Eis wird. 11.00 Ablegen und Kurs auf Vathy auf Kalymnos. 2 Windstärken aus NO, später Stärke 3-4.
Aus nördlicher Richtung kommend, ist die fjordähnliche Einfahrt von Vathy zunächst nur schwer auszumachen. Ist man erstmal querab, beeindruckt die durch steile Felskannten begrenzte Einfahrt. Weiter innen sind die begrenzenden Felsen zunehmend weniger steil und es tut sich eine seichte Bucht auf.
Am südlichen Ufer ist eine Pier mit reichlichen Liegeplätzen. Wir machen im dritten oder vierten Versuch mit dem Heck zur Pier fest; früher wollte der Anker einfach nicht halten. Ca 16.00 fest, Ca. 25sm.Die kleine Ortschaft, die sich um den Scheitel der Bucht herumzieht, bietet nur ein bescheidenes Versorgungsangebot aber mehrere Tavernen mit Blick auf den Hafen und die schroffen Felsen der Einfahrt. Hier sieht man auf eine auf abenteuerliche Weise herumkletternde Ziegenherde und ist erstaunt, daß nicht eine einzige abstürzt. Fr, der 06.06.03
11.00 Auslaufen Vathy, 0 Wind. Unsere Geduld mit Rasmus ist zu Ende. Beim Ableger hat er richtig was zu hören bekommen, und vom Ableger gab es auch nur einen winzigen Tropfen. Das hat gewirkt, ab 12.00 Windstärke 3-4! 13.00 Ankern unter Pserimos und zum Abschluß unseres Törns noch einmal ausgiebig gebadet. 15.00 Anker auf, 17.45 fest in Kos.
Sa, der 07.06.03
09.00 Abfahrt mit 2 Leihwagen und Besichtigung Stadt Kos. Architektonisch gesehen ist die Stadt Kos eine liebenswerte Mixtur verschiedenster Stilelemente. Dazwischen blühen verschwenderisch Oleander, Bougainvillea, Jasmin und Hibiskus.Beim Spaziergang auf der Hafenpromenade gibt es reichlich was zu gucken. An der Wasserseite liegen die teiweise excotischten Ausflugsschiffe, die beworben werden wie die gewissen Etablissements in Hamburg auf der großen Freiheit. Auf der Landseite reiht sich ein Straßenlokal an das nächste. Hier schlendert man vorbei, um gesehen zu werden, oder setzt sich zum Kaffee trinken und betrachtet die vorbei ziehenden Leute. Die Festungsanlage und der angrenzende Park, gehören zu den angenehmeren Aufenthaltsorten an diesem heißen
Spätfrühlingstagtag. In der angrenzenden Altstadt gibt es reichlich Gelegenheit zum Schaufensterbummel und zum Einkauf von Reisemitbringseln für die Daheimgebliebenen.Zum Abschluß gibt es noch eine Sightseeingtour quer über die Insel nach Kardameria. Die Nordseite des Gebirgszugs ist sehr schön bewachsen und deswegen auch mehr bebaut als die ziehmlich kahle Rückseite. Im SW gibt es noch ein paar Badeorte, die man aber nicht unbedingt gesehen haben muß. Trotzdem oder vielleicht gerade darum in einer Strandbar noch einen letzten Drink genommen, bis es Zeit wurde zum Flughafen zu fahren. |
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