Ausfahrt zum BurchardKai

Leute, ich fand das war ganz was Großes! Ich war mit großen Erwartungen dahin gegangen, und ich war am Schluß troztdem total begeistert. Das ist ja meistens anders, wenn die Erwartungen von Anfang an hoch gesteckt sind.

Start war am Samstag, den 05.Nov. 2005 am Buchholzer Busbahnhof. Von hier war es nicht weit zum Hotel Böttcher in Nenndorf, wo schon zum Frühstück gedeckt war, und wo alles für den Einführungsvortrag unseres Referenten und Führers, Herrn Reinhard Höfer,vorbereitet war. Herr Höfer ist der ehemalige Leiter der Hamburger Behörde "Strom- und Hafenbau", und dementsprechend kompetent, die Zusammenhänge eines modernen Containerhafens zu erklären. Wie kompetent er wirklich war, das festzustellen war der positive rote Faden durch diesen ereignisreichen Tag.
Bevor die Rundreise durch den modernsten Teil des Hamburger Hafens begann, kamen wir bei Böttcher zunächst in den Genuß eines locker vorgetragen Abrisses der Geschichte des Hamburger Hafens, gespickt mit ein paar Statistiken neueren Datums. Danach war jedem klar, dass Hamburg in Bezug auf Containerabferttigung mit das modernste, und damit schnellste ist, was weltweit für den Umschlag von Handelsgütern zur Verfügung steht.
Die anschließende Rundfahrt führte uns zunächst zum BurchardKai.

Container Terminal Burchardkai (CTB)

Der Terminal Burchardkai ist flächen- und mengenmäßig die größte Anlage für Containerumschlag im Hamburger Hafen. 40 Prozent aller umgeschlagenen Container werden hier abgefertigt. So werden derzeit über 5.000 Schiffe jährlich an denen 18 Containerbrücken bedient. Dabei werden ca. 2,6 Millionen Standardcontainer (L = 30' = ca. 6m) umgeschlagen. Die Kapazität soll in den nächsten Jahren verdoppelt noch werden. Dazu gehört auch, dass die Liegeplätze vertieft und die Abläufe des Umschlags weiter automatisiertt werden. Ebenso entsteht ein neues Blocklager, das von automatischen Kränen bedient wird, und ein neuer Bahnhof wird bis Mitte 2006 fertig sein.

Wie wichtig die Anbindung des Hafens an eine funktionierende Infrastruktur ist, wurde uns im Anschluß der Rundfahrt durch den CTB mit der Besichtigung des neuen Verschiebebahnhofs deutlich gemacht. Hier durften wir auch den Bus verlassen und wer wollte, konnte den Kreislauf wieder etwas in Trab bringen, in dem er die 5 Stockwerke bis zur Aussichtsplattform des Kontrollturms zu Fuß erklommen hat. Egal ob mit oder ohne Fahrstuhl, die Aussicht von dort oben war beeindruckend.

Das im Anschluß der Besichtigung vorbestellte Mittagessen im Trucker -Restaurant mußte kurz gehalten werden, da von Herrn Höfer ein nicht geplantes, weiteres Highlight eingeschoben worden war. Frag mich bitte keiner wie das geht, aber wir durften bei einer planmäßigen Öffnung der Kattwykbrücke die Fahrt des Mittelteils nach oben auf demselben miterleben. Klar, dass hierbei wer wollte, auch die geschichtlichen und technischen Details zur Brücke erläutert bekam. Nicht zu toppen war die Aussicht auf den Köhlbrand und den Hafen von Harburg einerseits, und andererseits das Gefühl nun zu einer ganz erlauchten Gruppe von Menschen zu gehören, den es vergönnt war dieses zu erleben.

Weiter ging es über die aufgeschwemmten Felder und durch aufgeforstete Nahererholungsgebiete Altenwerders vorbei an den modernsten Containerumschlagplätzen der Welt!

Der Container Terminal Altenwerder "CTA"

Auf dem CTA wurde ein technologischer Generationswechsel eingeleitet. Der Terminal Altenwerder gilt weltweit als "state of the art". Insbesondere der Automatisierungsgrad ist einmalig und wegweisend für den Containerumschlag der Zukunft. Das Laden und Löschen der Containerschiffe über die Zweikatzbrücken erfolgt halb-automatisch, d.h. die obere Katze, die das Schiff bedient, ist rechnergesteuert, während die untere Katze, die die Transportwagen des Terminals belädt, zwar auf Anweisungen des Rechners arbeitet, aber von einem Kranführer bedient wird. Ebenso softwaregesteuert wie die schienengebundenen Portalkrane an den Blocklagern sind die fahrerlosen Transportfahrzeuge für den Containertransport zwischen Kai und Lager. Selbstverstänlich, dass das Betreten des Geländes während des Betriebes verboten ist! Schon bei Öffnung einer Tür im Absperrgitter wird die ganze Anlage gestoppt.

Aber wie immer bei so viel neuen Errungenschaften, gibt es auch hier eine Schattenseite! Schließlich mußte ein ganzes Dorf mit Jahrhunderte alter Geschichte dieser Anlage weichen. Einzige Erinnerung an das alte Altenwerder bleibt die Altenwerder Kirche inmitten der Spülfelder. In ihr ist eine beeindruckende Dokumentation der Altenwerder Geschichte zu betrachten!

Zum Ausklang des ereignisreichen Tages besuchen wir den "Duckdalben", ein Haus der deutschen Seemannsmission e.V.

Die einfachste Art den Duckdalben zu beschreiben ist ein Auszug aus ihrer eigenen HP: Duckdalben ist ein Club für alle.
Hier fühlen sich Schwarze, Weiße, Gelbe und Braune gleich wohl.
Von Norden, Süden, Osten und Westen, folgen sie dem Symbol der Ente zu dem Club, der in aller Munde ist.
Wenn Du Dich verirrst, fürchte dich nicht, ruf uns einfach an und wir sind da.
Mit einem Lächeln und mit offenen Armen, so begrüßen wir Dich.
Komm zu uns und Du erlebst, was ich zu beschreiben versuche.

Wer mehr wissen will, der klickt hier

Zum Abschluß meines Berichtes möchte ich mich noch einmal ausdrücklich für die mit viel Liebe ausgearbeitete und immer kompetente Führung von Herrn Höfer bedanken. Ich glaube, daß ich hiermit im Sinne aller Mitgefahrenen spreche. Meine 4 Gäste haben jedenfalls ihre Begeisterung ausdrücklich kundgetan.




Leider hatte ich auf der Tour keine kamerea mit. Wer noch passende Fotos hat, bitte bei mir melden.