Ansegeln der SK Buchholz und SK ROW 2005 in Heiligenhafen

 

I am Sailing April, April, er macht was er will !
Ob’s stürmt, schneit oder die Sonne scheint,
es ist schon wieder soweit:
Die Saison auf der Ostsee beginnt !

Mixed Crew Bereits nachmittags bei der Abfahrt von Rotenburg (Wümme) blies der Wind heftig und es war bitterkalt. Trotzdem ließen sich die drei Skipper Herbert Drews, Rolf Ziegenbein und Gert Engelhardt mit ihren Crews nicht schrecken und fuhren nach Heiligenhafen.
Da wir die Schiffe frühestens ab 18.00 Uhr (neue Regelung vom Vercharterer) übernehmen dürfen, ist der Abend zu kurz für einen Probeschlag um das Schiff kennen zulernen. Also bleibt nur Zeit zum Abendessen, gemeinsame Skipper-/Crewbesprechung und für gegenseitige Besuche an Bord.

DüneDer Samstagmorgen beginnt wie der Freitagabend geendet hat: Herrlicher Sonnenschein und kalter Wind aus Ost mit 4-5 Bft. Zusammen mit Freunden der Segelkameradschaft Buchholz wird mit der inzwischen schon traditionellen „Geschwaderfahrt“ die Saison eröffnet. Pünktlich um 10.00 Uhr bzw. 10.20 Uhr werden die Yachten auf den Kurs um die Tonnen geschickt. Nachdem alle Schiffe zurück sind, wird eine Mittagspause eingelegt. Hierzu gehen die meisten (Yachten) auf „Tuchfühlung“, d.h., es werden vor Anker liegende Päckchen gebildet, was der Kommunikation zwischen den verschiedenen Crews überaus zuträglich ist.
Neue Runde - neues Glück:
Jetzt wird ein zweiter Kurs, diesmal anders um die Tonnen herum, gesegelt. Der Wind frischt weiter auf, der Wellengang nimmt zu, wir segeln zeitweise hart am Wind mit erheblicher Lage, reffen das Großsegel und rauschen dennoch über das Wasser. Wir wechseln den Kurs auf vor dem Wind, reffen wieder aus und genießen eine ruhige Fahrt bei herrlichem Sonnenschein, aber immer noch bitterkaltem Wind. Nach mehr als acht Stunden auf dem Wasser sind wir alle ordentlich durchgepustet, durchgefroren und freuen uns auf eine heiße Dusche. Bei einem gemeinsamen Abendessen würdigt Volker Weidling (Commodore der SKB) die Crews, die erfolgreich, die erfolgreicher und die am erfolgreichsten die zwei Bahnen absolvierten. Erstmalig werden Eigner- und Charterschiffe getrennt gewertet. Unsere Crews gehören leider nicht zu den erfolgreicheren. Am Sonntagmorgen dann die Überraschung: Nachdem das Auswertungskommité eine Nachtschicht eingelegt und mehrfach nachgerechnet hat, stand schließlich fest: Eine unserer Crews ist von den erfolgreichen zu den erfolgreicheren aufgestiegen !

3.SiegerDer Sonntagmorgen bringt einen immer noch kalten kräftigen Wind mit ca. 6 Bft. aus Ost und herrlichstem Sonnenschein. Wir wechseln die Genua vom Vortag gegen die Arbeitsfock, setzen das zweite Reff ins Groß und segeln mit Kurs halbem Wind nach Orth. Der Wind ist dermaßen kalt, dass wir froh sind als wir den geschützten Hafen erreichen. Die Überfahrt hatte was von „Eisarsch“.
Zurück war es fast das gleiche, nur ging die Fahrt noch schneller, denn der Wind frischte weiter auf. In Rauschefahrt flogen wir raumschots trotz kleinster Segelfläche und 7,5 Knoten nach Heiligenhafen zurück.
Alles in allem erlebten wir wieder einmal ein aufregendes, anstrengendes und erlebnisreiches Wochenende.

Wind ,Sonne und Stimmung erinnerten an die Karibik; die Temperaturen eher weniger !

Gudrun Engelhardt