Gott schütze uns vor Sturm und Wind, und vor Ereignissen, die uns in die Rettungsinsel zwingen!

heile Welt Auf Wunsch vieler aktiver Mitglieder wurde am samstag, den 26.02.05 im Hallenbad der Stadt Buchholz ein Live-Test von Rettungsmitteln durchgeführt. Unter Beteiligung und Aufsicht von Buchholzer Mitgliedern der DLRG wurden unter anderem die Schwimmwesten der Vereinsyacht "Heide Witzka" und insgesamt 4 private Rettungsinseln live im Wasser getestet.
Hauuuu ruck   Grundgedanke der Aktion war ganz einfach der, daß das, was man schon einmal gesehen oder selber durchgeführt hat, im Ernstfall sicherer und schneller in die Tat umzusetzen ist. So wurde zum Beispiel auch mehrfach das Aufrichten einer gekenterten Insel geübt. Was alle Teilnehmern von diesem Test mit nach Hause genommen haben, ist das Bewußtsein, daß man nicht vorsorglich genug sein kann!
Wie im Prospekt Im Test befand sich auch eine Rettungsinsel für 8 Personen, Erstinbetriebnahme 1994 mit 3 Jahre altem Prüfstempel. Nach Wasserung der Insel und Betätigung der Reißleine sprang der Koffer auf und die Insel entfaltete sich vorschriftsmäßig. Soweit alles wie im Prospekt - aber was dann kam hat noch keiner beschrieben, denn wer sowas in Natura auf offener See erlebt, der hat nichts mehr zu schreiben! Schon nachdem die erste Person sich "schutzsuchend " in die Insel gehievt hatte, begann sich an dieser der Boden zu lösen, und Wasser drang in den Überlebensraum. Nichts mehr zu machen! Mit der zweiten Person hat sich der Boden dann schon zu 1/3 abgelöst. Im weiteren Verlauf der ca. 1-stündigen Wasserungszeit haben dann noch 2 der 4 Schwimmkammern und der Dachbügel die Luft verloren, sodaß auch jeder andere mögliche Versuch sich ins Trockene zu schaffen, kläglich zum Scheitern verurteilt war.

Jetzt werden Sie vielleicht, und der Hersteller bestimmt sagen:"Jaaa, das Prüfsiegel war ja auch schon 1 Jahr abgelaufen!" Ich, und die alle, die diese Vorführung mit angesehen und anschließend mitgeprüft haben, wie leicht sich der Boden von den Schwimmkammern abziehen ließ, sind aber der Meinung, daß so eine Verarbeitung an Rettungsmitteln eine Verantwortungslosigkeit darstellt. Das würde niemand selbst an einem Badewannenschlauchboot unbeanstandet lassen!
Haufen Elend Zu prüfen ist auch noch, auf welchem Weg die Luft die Schwimmkörper verlassen hat. Über nicht dicht haltende Ventile, über Löcher oder poröse Stellen in den Folien, oder über Flickstellen, die nach einer früher stattgefundenen Probewasserung der bis dahin unbenutzten Insel bei authorisierten Prüfwerkstatt gesetzt werden mußten, nachdem schon damals 2 der 4 Schwimmkörper die Luft verloren hatten! Außerdem sind wir äußerst gespannt auf den Kommentar des Herstellers.

Im Falle eines Falles... Da haut's der Insel den Boden raus


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Gott schütze uns vor Sturm und Wind, und vor Rettungmitteln dieser Qualität!
 
Nachtrag auf mehrfachen Wunsch

runter kommen sie alle... Damit eventuell ähnlich gefährdete Wassersportler sich die Gewissensfrage stellen können, ob sie Ihrer Rettungsinsel weiterhin ohne eigene Prüfung vertrauen wollen, reiche ich nachstehend Hersteller und authorisierten Prüf-Fachhändler oben beschiebener Rettungsinsel nach:

Hersteller: Ballonfabrik Augsburg Augsburg
Prüf-Fachhändler: Rapp Marine Service Hamburg


Weitere Ergänzungen:
Prüfung der Flicken Bei der Prüfung der Schwimmkörper mit Luftverlust hat sich eindeutig ergeben, daß der Luftverlust auf die Ablösung der bei der letzten Wartung angebrachten Flicken zurückzuführen ist.
Öffnen der Inseln Im Gegensatz zu einem vor Jahren durchgeführten Test, wo sich von 4 Inseln nur 3 öffneten, kann diesmal positiv vermerkt werden, daß sich alle 4 am Test beteiligten Inseln problemlos geöffnet haben.