P     

Päckchen legen  to moore side by side Bezeichnung für das Festmachen eines Schiffs längsseits eines bereits an der Kai / Pier liegenden anderen Schiffes

Packeis pack-ice Meereis in Form von Treibeisschollen verschiedenster Art und Form, mit Ausnahme von Festeis, verbreitet im arktischen Ozean

Paddel single paddle Ausrüstungsteil kleiner Boote, mit dem diese fortbewegt werden. Das Paddel ist kleiner als ein Riemen und wird mit beiden Händen direkt durchs Wasser gezogen

Palette pallet Ladehilfsmittel zur Bildung von Transport- und Ladeeinheiten

Pall pawl Sperrklinke an einer Winde oder einem Spill, das den Rückwärtslauf verhindert

Palstek bowline hitch Der Palstek ist der wohl wichtigste Knoten an Bord. Er dient allgemein zum Festmachen an Pollern, Ringen oder Pfählen. Im Notfall lässt sich mit ihm auch eine über Bord gegangene Person sichern, da sich die Schlinge nicht zuzieht. Mit dem Palstek kann man ebenfalls zwei ungleiche Leinen sicher miteinander verbinden

Panikwinkel panic angle Neigungswinkel eines Schiffes, bei dem unter Passagieren eine Beunruhigung auftritt, etwa bei 12°

Pantry pantry Raum zur Geschirrverwahrung und -reinigung, in der Nähe der Messsen gelegen. Auf kleinen Schiffen auch als Bezeichnung für Kombüse

Parallel-Lineal parallel rulers Navigationsgerät zur Parallelverschiebung von Geraden auf der Seekarte, z.B. Kurse oder Peilungen. Heute weitgehend durch Benutzung von 2 Kursdreiecken verdrängt

Pardunen zum stehenden Gut gehörende Drahttaue zur Abspannung des Mastes seitlich nach achtern

Part part Teil des Läufers einer Talje, man unterscheidet stehende P., laufende P. und holende P.

Passat, Passatwinde trade winds beständige Winde beiderseits des Äquators, treten auf Nordbreite als NE-Passat und auf Südbreite als SE-Passat auf. P. zählen zum planetarischen Windsystem. Ursache ist das Druckgefälle zwischen den subtropischen Hochdruckgebieten und und der äquatorialen Tiefdruckrinne. In der Regel erreichen P. 4-5 Bf und reichen 1-2 km hoch.

Passierabstand closest point of approach geringste Entfernung zweier zueinander bewegter Fahrzeuge im Verlauf der Relativbewegung

Patentanker stockless anchor stockloser Anker mit beweglichen Flunken, der gegenüber dem Stockanker erhebliche Vorteile in der Bedienung aufweist, insbesondere beim Seeklarmachen. Der Name stammt vermutlich nicht von einem patentierten Anker ab, sondern von "patent" im Sinne von tüchtig, praktisch, brauchbar

Patenthalse accidental gybe unbeabsichtigtes Übergehen des Baums von der einen zur anderen Seite durch eine nicht rechtzeitig erkannte Drehung des Windes oder ein aus dem Ruder laufen. Birgt Gefahren für Besatzung und Takelage, wird durch Bullentalje (Abspannung nach Lee) vermieden

Patsche patch 1. über einem Leck zur Abdichtung angebrachte Bohle 2. aufgesetzter Flicken im Segel oder einer Persenning

Peerd, Pferd horse Tau unter den Rahen, um Arbeiten an der Rah zu ermöglichen. Unterteilung in 
Fußpeerd - parallel unter der Rah verlaufendes Tau
Springpeerd - senkrechte Verbindung von Fußpeerd und Rah
Nockfußpeerd - kurzes Fußpeerd am Ende der Rah
Reiter - Verbindung zwischen Bb,- und Stb-Wanten oder Wanten und Mast

Peilaufsatz bearing circle Navigationsgerät, das auf einen Kompass aufgesetzt wird und durch Peilschlitz, Peilfaden und Ablesemarke eine Richtungsbestimmung (Peilung) vom Schiff zu Landmarken oder anderen Objekten ermöglicht

peilen 1. bearing Messung zur Standlinienbestimmung, anvisieren über 2 feste Punkte, z.B. zur Positionsbestimmung vor Anker (Doppelpeilung) 2. sounding Maßnahme zur Feststellung des Flüssigkeitsstands in Schiffsräumen (Tanks, Leerzellen, Lasten) mittels Rollmaßband mit Senkstück o.ä.

Persenning tarpaulin wasserdicht imprägnierte Segeltuchkleider, zum Abdecken von Luken, Deckslasten etc.

Petersen-Skala Petersen scale von Kapitän Petersen eingeführte und 1939 international angenommene Skala für die Benennung der Seegangsstärken in Anlehnung an die Beaufort-Skala

Pforte port wasserdicht verschließbare Öffnung in der Außenhaut und im Schanzkleid, ermöglichen horizontales Laden / Betreten

Piek peak 1. Raum vor dem Kollisionsschott (Vorpiek) 2. hintere obere Ecke eines Gaffelsegels bzw. der hintere Teil der Gaffel

Pier pier, wharf mit dem Land verbundene, aber in das Wasser vorgebaute, mehrseitig vom Wasser umgebene Anlage, zum Anlegen von Schiffen und Laden und Löschen der Ladung bestimmt

Pilot pilot in die Schifffahrt übernommene, englische Bezeichnung des Lotsen

Pinne 1. helm, tiller Handgriff zur Bedienung des Ruders bei kleinen Booten und Yachten 2. dap Spitze, auf der die Kompassrose gelagert ist

Piraterie piracy zum privaten Zwecke von seiten eines Privatschiffs oder -flugzeugs begangene Gewalthandlung gegenüber einem anderen Schiff oder Flugzeug. Im Falle einer Piraterie können auf hoher See militärische Einheiten oder besonders ermächtigte Schiffe aller Nationen eingreifen

Plate (shelf) plate Sandbank mit großflächiger Ausdehnung vor Flussmündungen, können bei Niedrigwasser trockenfallen

Plattings sennits schmales Geflecht aus Fasertauwerk, auf Segelschiffen zum Schutz der Segel oder des Tauwerks gegen schamfilen verwendet

Plünnen rags Bezeichnung für älteres Arbeitszeug, scherzhaft auh für gesamte Kleidung und Segel

Poller bollard Vorrichtung zum Belegen von Trossen und Tauen für das Festmachen des Schiffs

pönen paint einen Gegenstand mit Farbe anstreichen

Ponton pontoon kastenförmiger oder zylindrischer Schwimmkörper, verwendet als bewegliche Landungsbrücke, als Arbeitsplattform o.ä.

Poop poop Heckaufbau oberhalb des durchlaufenden Decks, darauf das Poopdeck. Teilweise bis zur Schiffsmitte vorgezogen

Preventer preventer zur Entlastung eingesetzter, zusätzlicher Tampen

Pricken bush einfache, aus Baumästen zusammengesetzte Seezeichen zur Markierung kleiner Nebenfahrwasser

Pricker, Prigger pricker Marlspieker

Priel tidal creek Rinne im Wattenmeer, die durch das ablaufende Wasser bei Ebbe gebildet wird

Propeller propeller, screw Einrichtung zum Vortrieb mit einer Nabe und 2 bis 5 verwundenen Flügeln

Psychrometer psychrometer Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit. In der Seefahrt findet i.d.R. das aßmannsche Aspirations-Psychrometer Anwendung. Messung der Differenz zwischen Lufttemperatur und Intensität der Verdunstung, anschließend Abgleich mit Psychrometertafeln

Pullen pull Bezeichnung für das Rudern, z.B. Kutterpullen, auch kurzes Zeihen an einem Tau

Purren purr, call the watch Wecken der Wachablösung

Pütz bucket seemännischer Ausdruck für einen Eimer, mit einem Ende Tauwerk am Bügel auch als Schlagpütz bezeichnet, zum Aufholen von Wasser verwendet

Pütting chain plate Beschlag an der Außen- oder Innenwand von Segelbooten zur Befestigung der Wanten

Püttingswanten um die Salinge herum verlaufende Wanten, in denen man hintenüber klettert, auch die Wanten unterhalb des Schanzkleides


 nach oben