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Kabel cable 1. dickes Hanf- oder Drahttauwerk 2. Längenmaß, 1/10 einer Seemeile (=185,2m)

Kabelgatt cable stage, rope store Lagerraum für Tampen, Farben und Werkzeug, meist im Vorschiff befindlich

Kalfatern caulking Abdichtung der Nähte zwischen den Decksplanken mittels Werg und Pech bzw. plastischen Kunststoffen

Kanal canal Künstlicher Wasserlauf für die Be- und Entwässerung bzw. für die Schifffahrt. Bei den Schifffahrtskanälen werden Binnen-Kanal und Seekanäle unterschieden. Seekanäle erschließen Häfen oder verbinden Meere bzw. Ozeane

Kap cape spitze, gebirgige Landspitze, die in die See hinausragt

Kaper privateer von Privatunternehmen ausgerüstete Schiffe, die seitens einer Regierung im Zuge der Ausstellung der sog. Kaperbriefe ermächtigt waren, Kriegshandlungen auf See vorzunehmen

Kappe hood, cap Aufbau über Niedergängen an Deck gegen überkommende Brecher

Kappen to cut Durchtrennen (Schneiden, Brennen, Schlagen) einer Leine oder Kette um Unfälle oder Schäden zu vermeiden

Kathodenschutz cathodic protection Verfahren zum Schutz der Stahlteile eines Schiffs (Außenhaut, Tanks, Rohrleitungen) gegen elektrochemische Korrosion durch Anbringung sog. Opferanoden aus Zink, Magnesium oder Aluminium am Schiffskörper, die den Korrosionsstrom umlenken

Kattanker backing anchor, kedge, kedge anchor zusätzlicher Anker, der mit einer kurzen Kette vor den eigentlichen Anker angebracht wird (Verkatten), um dessen Halt am Meeresboden zu verbessern

katten to cat the anchor den vor der Klüse hängenden Stockanker unter den Kranbalken oder Kattdavit heißen

Kausch thimble Metall- oder Kunststoffschutz in den Augen von Tauwerk (Ring-, Tropfen oder Herzkausch)

Keep groove Rillen zwischen Kardelen, in Blöcken, in einer Kausch etc.

Kennfaden tracer, rogue´s yarn Festigkeitskennfäden geben die Zugfestigkeit im Tauwerk an (schwarz: 550N, rot: 750N, grün: 950 N), bei Drahttauwerk geben sie die Nennzugfestigkeit der Einzeldrähte an (kein Kennfaden: 1200 N/mm², schwarz: 1400 N/mm², rot: 1600 N/mm², grün: 1800 N/mm²)

Kennung characteristic mark, light characteristic, identification charakteristische Hell- und Dunkeltaktung eines Leuchtfeuers

Kettenkasten chain locker, cable locker Stauraum der Ankerkette unterhalb des Ankerspills, unterteilt für Backbord- und Steuerbordkette

Kettenkneifer (Kettenstopper) chain compressor, screw stopper Haltevorrichtung für die Ankerkette zwischen Ankerspill und Klüsenrohr, dient zur Festlegung des Ankers und zur Entlastung des Ankerspills.

Kettennuss chain grab der Form der Kettenglieder angepasstes Rad des Ankerspills, das die Kraft des Spills auf die Kette überträgt

Kettenstopper 1. chain stopper, cable stopper Kettenende mit eingespleißtem Ende aus Webeleinengut zum Abstoppen von Stahldrahtleinen 2. chain compressor Kettenkneifer

Kiel keel unterster, mittschiffs verlaufender Längsverband

kielholen to keelhaul bis ins 19. Jh. hinein praktizierte Methode der Bestrafung eines Seemanns, indem er an einem Tau unter dem Kiel des Schiffes hindurchgeholt wurde

killen to flap, to shiver Flattern des Segels, das zuerst an der Vorderkante des Segels beginnt und als Kennzeichen für die richtige Segelstellung verwendet wird

Kink kink Verschlingung ohne Knoten, insbesondere in Stahltrossen, führt bei Belastung zur irreversiblen Knickbildung und damit zur Verringerung der Bruchbelastung

Klabautermann hobgoblin, bogy man im alten Volksglauben erwähnter Schiffskobold, der bei Gefahr an die Schiffswand klopfen sollte, galt als Vorzeichen für einen Schiffsuntergang

Klampe cleat, belaying cleat, fairleader Vorrichtung zum Festmachen von Leinen, teilweise mit Leitvorrichtung kombiniert.

klarieren to clear 1. etwas in Ordnung bringen, z.B. das laufende Gut 2. Einreiseformalitäten beim Zoll und Grenzschutz abwickeln

Klau throat of a gaff Beschlag des Gaffelbaums, der die Gaffel gleitend und Schwenkbar mit dem Mast verbindet. Die Klau wird mit dem Klaufall gesetzt, sie umschließt den Mast gabelförmig

Kleedkeule serving mallet Taklerwerkzeug zum Bekleeden von Tauwerk

Klüse hawse (-hole) Öffnung / Vorrichtung zum Führen von Leinen, Trossen und Ketten, teilweise mit Einrichtung zum Festmachen kombiniert. Oft mit Stahlwulst verstärkt, der Führung verbessert und Schamfilen vermeidet

Klüver jib Vorsegel, das noch vor der Fock gesetzt wird, meist in Kombination mit einem Klüverbaum gefahren

Klüverbaum jib boom Spiere, die über den Vorsteven hinausgeht

Knoten knot 1. Verschlingung von Tauwerk zum Verbinden, Verkürzen und Befestigen an oder von Gegenständen. Die in der Seefahrt gebräuchlichen Knoten haben eine gute Haltbarkeit und sind auch nach Belstung relativ leicht wieder zu lösen 2. Einheit der Geschwindigkeit, nur zulässig in der See- und Luftfahrt. 1 kn = 1 sm/h = 1,852 km/h

Kochsmaat cook´s mate Besatzungsmitglied, das zur Unterstützung des Kochs eingesetzt wird

Kofferdamm cofferdam schmale, leere Zelle zwischen 2 sicher zu trennenden Räumen auf einem Schiff, z.B. zwischen Frischwasser- und Brennstofftanks.

Koje berth, bunk, cot Bett an Bord von Schiffen, i.d.R. in die Verkleidung der Bordwand eingebaut

Kojenbord (Leebrett) bunk board hölzernes Brett, dass die Koje gegen ein Herausfallen des Schlafenden abschließt, kann auch als Kojensegel ausgeführt sein

Kombüse galley, caboose Wirtschaftsräume zum Zubereiten der Verpflegung für Besatzung und Fahrgäste, die Küche eines Schiffes (im Schnitt 0,15 - 0,2m² pro zu verpflegender Person)

Kompass compass Gerät zur Bestimmung der Nord-Süd-Richtung und damit aller Himmelsrichtungen. Stellt für die Navigation i Form des Magnetkompasses die größte Erfindung des Mittelalters dar. Heute werden Magnet- und Kreiselkompasse eingesetzt

Kopf oberer Eckpunkt eines Segels

Kopfschlag bitter Knoten, bei dem das Lose Ende einer Leine beim Belegen auf, einem Poller, einer Klampe oder einem Nagel unter dem letzten Törn liegt, wodurch dieses bekniffen wird und sich nicht lösen kann

"Korallen" bull´s eyes auf einer Reihleine aufgezogene Holzkugeln, die z.B. als Verschluss einer Gaffelklau dienen und ein leichteres Gleiten der Leine am Mast ermöglichen

Krähennest crow´s nest Ausgucksstand am Mast, der gegen Wind und Wetter geschützt ist

Krängen heeling, heel, inclining vorrübergehendes seitliches Neigen eines Schiffes um die Längsachse, z.B. durch Seegang, Winddruck, Rudermanöver, seitlicher Trossenzug durch Schlepper o.ä. Im Gegensatz zur Schlagseite ist die Krängung einer vorübergehende und sich ständig verändernde Erscheinung

kreuzen to beat, to ply zu einem Ziel, das in Luv der Ausgangsposition lieg, segeln. Das Schiff segelt dabei einem Amwindkurs und wechselt durch Wenden zwischen Backbord- und Steuerbordbug

Kreuzmast miz(z)en mast letzter Mast auf allen Vollschiffen, vorletzter Mast auf Vier- oder Fünfmastschonern. An ihm war früher das Kruzifix befestigt

Kreuzpeilung cross bearing Methode der Standortbestimmung in der terrestrischen Navigation, bei der man zwei Objekte an der Küste anpeilt und durch Eintragen der Peilungen in der Seekarte die Position bestimmen kann. Auch zur Überprüfung der Lageveränderung, z.B. beim Ankern verwendet

Kreuzsee criss-crossing sea, cross-sea Überlagerung zweier voneinander unabhängiger Systeme von Windsee oder Dünung


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